Negroni wird in der Bar besonders gern getrunken (Symbolbild).

Negroni wird in der Bar besonders gern getrunken (Symbolbild). Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Bar in Hamburg schließt für immer: „Wir müssen jetzt alle ganz stark sein“

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Hier kehren Liebhaber italienischer Aperitivi ein: Im „Standard“ auf St. Pauli bestellen die Gäste Drinks wie „Negroni Sbagliato“ oder „Rosmarin Spritz“. Dazu gibt es kleine Snacks. Erst Anfang des Jahres hatte das Team sein Konzept umgestellt. Doch nun, nach fast neun Jahren, ist endgültig Schluss. Die Aperitivo-Bar schließt für immer. Bei einem Flohmarkt kann sich jeder Erinnerungsstücke sichern.

„Ciao Ragazzi!“: Mit diesen Worten verabschiedet sich das Team auf seiner Homepage. „Wir müssen jetzt alle ganz stark sein: Nach acht unvergesslichen Jahren ist es Zeit, arrivederci zu sagen.“ Zum Jahresende bleiben die Türen des „Standard“ (Große Freiheit 90) zu: „Wir schließen mit schwerem Herzen – das ist klar – aber vor allem mit viel Dankbarkeit für alles, was wir gemeinsam erlebt haben: Wir sind zusammen aufs Klo gegangen … hunderte Male noch etwas Brot nachbestellt, tausende Artischocken zerpflückt und Millionen Liter Negroni getrunken.“

Die Aperitivo-Bar „Standard“ auf St. Pauli schließt

Viele Jahre lang zahlten die Gäste im „Standard“ nur ihre Getränke – die Stuzzichini, also kleine Überraschungs-Snacks, gingen aufs Haus. Erst im Februar wurde das Konzept des „Standard“ dann neu strukturiert: „Alles ist teurer geworden – ihr kennt die Leier von der Inflation“, vermeldete das Team. Seitdem gab es eine gesonderte Snackkarte und stark reduzierte Öffnungszeiten. Stattdessen setzte man stärker auf Veranstaltungen und Events.


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Am 20. Dezember wird ab 17 Uhr in der Aperitivo-Bar Abschied gefeiert: „Wir freuen uns, wenn ihr vorbeikommt, mit uns anstoßt und das ,Standard’ mit uns gebührend verabschiedet“, heißt es jetzt auf Instagram. Am 21. und 22. Dezember (jeweils von 12 bis 18 Uhr) findet noch ein Flohmarkt statt – dann werden unter anderem Gläser, Teller, Tischdecken, Spirituosen-Restposten, Küchen- und Barutensilien verkauft. Das Inventar solle so in gute Hände kommen.

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Doch es gibt auch Hoffnung auf ein neues Projekt: „Auch jedem Ende wohnt ein Zauber inne. Es ist Zeit für Neues, Zeit Raum zu schaffen für neue Projekte, Aufgaben und Abenteuer“, heißt es im Abschiedsschreiben. „Wir freuen uns sehr darauf, euch an anderen Orten wiederzusehen. Ein geeigneter Marmortresen wird sich sicherlich finden lassen.“


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