Katharina Fegebank im Führerhaus eines Baustellenfahrzeugs

Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) startet mit einem Riesenbohrer symbolisch die Pfahlgründung für einen neuen Wärmespeicher. Foto: picture alliance/dpa/Markus Scholz

Bagger marsch! Fegebank baut ’ne Riesen-Thermoskanne in Hamburg

kommentar icon
arrow down

Die Hamburger Energiewerke (HEnW) haben heute gemeinsam mit Umweltsenatorin Katharina Fegebank die Gründungsarbeiten für den neuen Wärmespeicher am Kraftwerksstandort Tiefstack (Billbrook) gestartet. Wie der Bau mit einer Thermoskanne zusammenhängt.

Der Wärmespeicher ist ein Baustein des Energieparks Tiefstack. Der neue Erzeugerpark soll die bisherige Steinkohleverfeuerung im Heizkraftwerk Tiefstack ablösen. Gemeinsam mit dem Energiepark Hafen soll so der Kohleausstieg für Hamburg bis spätestens 2030 erreichbar sein, verspricht Umweltsenatorin Katharina Fegebank: „Im Energiepark schaffen wir die Voraussetzungen, um die Steinkohle endgültig abzulösen und den Kohleausstieg bis spätestens 2030 umzusetzen.” Die erforderliche Transformation des Standorts Tiefstack erfolgt im laufenden Betrieb des Heizkraftwerks.

Neue Technik für Hamburgs Wärmeversorgung

In seiner Funktion ähnelt der neue Wärmespeicher einer Thermoskanne. Die überschüssige Wärme des Energieparks wird in ihm zwischengespeichert und beim entsprechenden Wärmebedarf wieder abgegeben.

Parallel zum Bau der Thermoskanne passen die Hamburger Energiewerke die Hydraulik, also die technischen Anlagen, am Standort an. Es entstehen neue Leitungen, Pumpen und Wärmetauscher. Die durch die neue Anlage erzeugte Wärme – bis zu 43 Millionen Liter heißes Wasser – soll im Fernwärmenetz genutzt werden. Gemeinsam machen Wärmespeicher und Hydraulik die Wärme des Energieparks flexibel nutzbar und tragen so zur Versorgungssicherheit bei.

Der Wärmespeicher soll Ende 2027 fertiggebaut sein. Gemäß Planungsstand geht er zusammen mit der Hydraulik im ersten Halbjahr 2029 in Betrieb.

Wärmespeicher Tiefstack: Schritt Richtung Klimaneutralität

Erste klimaneutrale Wärmequellen des Energieparks Tiefstack sind bereits in Betrieb. Neben dem neuen Wärmespeicher werden auf dem Gelände des Heizkraftwerks, das seit 1993 besteht, zwei weitere Projekte als Teil des Energieparks realisiert. Dazu zählen eine Flusswasser-Wärmepumpe in der Billwerder Bucht sowie die Umrüstung der bisherigen Feuerungsanlagen des Heizkraftwerks von Steinkohle auf Gas. Beide Projekte befinden sich derzeit in der Planungsphase.

Das könnte Sie auch interessieren: Hochbahn, VHH und Co.: Warum schon bald neue Streiks drohen

Beide Projekte, Wärmespeicher und Hydraulik, werden aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie aus Mitteln der Europäischen Union unterstützt. (js)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test