Ausschreibung verpennt? So geht es nun weiter mit dem ersehnten Beachclub
Seit mehr als zehn Jahren gibt es den Beachclub im Harburger Binnenhafen nicht mehr. In diesem Jahr soll er endlich an neuem Standort im Binnenhafen eröffnen, sogar ein Betreiber war gefunden. Doch jetzt gibt es erneut schlechte Nachrichten für die von vielen ersehnte Location für Bier und Cocktail im Liegestuhl. Ist eine Behördenpanne schuld?
Einst musste der Beachclub am Veritaskai für ein Hotelprojekt am Standort weichen. Das ist viele Jahre her. Im vergangenen Sommer sollte das beliebte Ausflugsziel dann ein Stück weiter östlich am Treidelweg neu eröffnen. Sogar ein Betreiber war über ein Interessenbekundungsverfahren schon gefunden. Auch mehrere Wasserliegeplätze sollten dort an der neu gestalteten Kaimauer entstehen. Dann platzte das Vorhaben und sollte auf diesen Sommer verschoben werden.
Noch kein Beachclub im Harburger Binnenhafen
Jetzt wurde in der Bezirksversammlung in Harburg bekannt, dass dieser Traum erneut platzt. Zuerst berichtete der NDR. Es hakt am selben Problem, wie im vergangenen Jahr: Nach Fertigstellung der Kaimauer gab es plötzlich ein Entwässerungsproblem auf der Fläche. Das Wasser floss nicht mehr ab und stand ewig. Vielleicht etwas zu viel Beachclub-Feeling, wenn die Füße immer im Wasser stehen.
Der Grund ist, dass das anfallende Oberflächenwasser, das früher zum Teil durch die undichte Kaimauer in den Binnenhafen abgeführt wurde, nicht mehr abfließt. So war klar, dass eine Oberflächenentwässerung gebaut werden müsste. Und das sollte bereits im vergangenen Jahr starten, damit 2026 der Beachclub endlich eröffnen kann.
Doch nun die unschöne Überraschung: Die Ausschreibung für die Entwässerungsarbeiten wird erst jetzt gestartet, obwohl sie für Juni 2025 angekündigt war! Das sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) im NDR-Interview.
Das könnte Sie auch interessieren: Alle Mieter müssen raus – Amt räumt Schrott-Immobilie im Phoenix-Viertel
Wieso das jetzt mit einem Jahr Verzögerung startet, die Antwort darauf bleibt er schuldig und verweist auf die Umweltbehörde – die da mit im Boot sitze, aber auch nichts dafür könne. Wurde das etwa einfach nur irgendwo verpennt? Immerhin gab es 2025 sogar schon die Ausschreibung für einen neuen Beachclub-Betreiber, der ausgewählt wurde und sich darauf eingestellt hatte. Zudem bindet eine solche Ausschreibung auch ohnehin knappe Verwaltungskapazitäten. Dressel stellt den neuen Beachclub nun für 2027 in Aussicht und kündigte eine sofortige Ausschreibung für die Entwässerungsarbeiten an.
Der alte Beachclub am Veritaskai war vor etlichen Jahren geschlossen worden, weil dort ein imposantes Hotel mit 19 Etagen und 272 Zimmern gebaut werden sollte. Das ist ebenfalls geplatzt, offenbar schon vor längerer Zeit. Das Grundstück wurde längst an die Stadt zurückgegeben. Der Investor hatte sich wegen fehlender Wirtschaftlichkeit zurückgezogen.