Phoenix Viertel,

Blick über das Phoenix-Viertel in Harburg Foto: IMAGO/imagebroker

„Industrieller Kraftgürtel Hamburgs“: Wie kann Harburg noch besser werden?

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Harburg hat enormes Potenzial, es gibt aber ein Imageproblem. Unter dem Motto „Harburg, what’s next?“ brachte die Reihe „Handelskammer on Tour“ nun Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Die Botschaft des Abends: Harburg kann mehr. Und auch Bestseller-Autor Heinz Strunk hatte was zu sagen.

Im Speicher am Kaufhauskanal traf sich am Mittwoch das Who-is-who der Harburger Unternehmensbranche. Bei dem Netzwerkevent der Handelskammer sollten neue Ideen für den Standort ausgetauscht werden.

Handelskammer: Harburg ist industrieller Kraftgürtel Hamburgs

Malte Heyne, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer, lobte: „Harburg ist der industrielle Kraftgürtel Hamburgs.“ Er hob die enge Zusammenarbeit der in Harburg ansässigen Technischen Universität (TUHH) mit der lokalen Wirtschaft hervor. Doch er fand auch mahnende Worte: „Die Innovationskraft ist global gesehen auf einem anderen Niveau. Diesem Wettbewerb müssen wir uns hart stellen.“ Eine Teilnahme bei Olympia sieht die Handelskammer dabei als große Chance, Hamburg mehr in den globalen Fokus zu rücken.

Ex-Bahnchef Rüdiger Grube mit Malte Heyne und Norbert Aust von der Handelskammer (v.l.n.r.) bei der Veranstaltung „Handelskammer on Tour“ in Harburg. Es moderierte Harriet von Waldenfels. Katharina Langenbach
Ex-Bahnchef Rüdiger Grube mit Malte Heine und Norbert Aust von der Handelskammer (v.l.n.r.) bei der Veranstaltung „Handelskammer on Tour“ in Harburg. Moderiert von Harriet von Waldenfels.
Ex-Bahnchef Rüdiger Grube mit Malte Heyne und Norbert Aust von der Handelskammer (v.l.n.r.) bei der Veranstaltung „Handelskammer on Tour“ in Harburg. Es moderierte Harriet von Waldenfels.

Auch Ex-Bahn-Chef Rüdiger Grube, im Bezirk Harburg aufgewachsen, kam zu Wort und lobte die positive Entwicklung und das enorme Potenzial. Er wandte sich jedoch mit einer Bitte an den Bezirksamtschef Christian Carstensen: „Tun Sie was für die Innenstadt! Ich mag da schon nicht mehr alleine durchgehen.“

Harburgs Innenstadt weiterhin problematisch

Ein Einwand, der im Publikum auf Zustimmung traf. Obwohl Harburg einerseits über eine florierende Industrie verfügt und mit der TU Studierende anzieht, haftet dem Standort das nicht ganz unberechtigte Image eines sozialen Brennpunktes an. Carstensen stimmte zu, dass es in Harburg noch Baustellen gibt. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich: „Mit dem Phoenix-Center haben wir ein gut funktionierendes Einkaufszentrum, mit der Sammlung Falkenberg eine international bekannte Galerie. Und in der Innenstadt haben wir sechsmal die Woche Markt und jeden Tag 20.000 bis 40.000 Menschen in der Fußgängerzone – wo gibt es das heute noch?“

Heinz Strunk mit der Moderatorin Harriet von Waldenfels. Katharina Langenbach
Heinz Strunk mit der Moderatorin Harriet von Waldenfels.
Heinz Strunk mit der Moderatorin Harriet von Waldenfels.

Auch Carstensen ist vom wirtschaftlichen Wachstum überzeugt. Das Bezirksamt entwickele bereits jetzt schon Gewerbeflächen, um angebotsfähig zu sein. Und diesen Platz werde man wahrscheinlich auch brauchen. Denn von der TU werden in diesem Jahr zwischen acht und zehn geförderte Start-ups in die Gründung gehen. Diese sollen sich nach Möglichkeit in Harburg ansiedeln. Prof. Irina Smirnova, Vizepräsidentin Forschung an der TUHH: „In den vergangenen zehn Jahren hatten wir rund 60 Unternehmen, die aus der TUHH hervorgegangen sind und die jetzt in der Hamburger Metropolregion und auch weit darüber hinaus aktiv sind.“ In Harburg, da war man sich einig, herrscht eine große Akzeptanz für Industrie und Unternehmergeist.

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Das Schlusswort kam von dem Autor Heinz Strunk. Aufgewachsen im Stadtteil Langenbek, hat Harburg für ihn fast die gleiche emotionale Bedeutung wie Mutter und Vater, so der Autor („Fleisch ist mein Gemüse“). Er erzählte, dass er als kleiner Junge mit seinen Freunden auf der Straße immer Ball gespielt hat. Und das ginge dort heute auch noch. Weil es dort einfach wenig Verkehr gebe und sich kaum etwas geändert habe. Ein liebenswerter Ort also. Vor kurzem, erzählt er noch, habe ein Kindheitsfreund aus Harburg ihn kontaktiert. Mit den Worten: „Aus dir ist ja richtig was geworden!“ Ein Satz, der nicht nur auf Strunk, sondern auch auf sein geliebtes Harburg zutreffen könnte.

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