Wilder Wald Wilhelmsburg

Blick mit der Drohne auf die Bäume im „Wilden Wald“ in Wilhelmsburg. Foto: Florian Quandt

Aufschub für den „Wilden Wald“ von Wilhelmsburg

kommentar icon
arrow down

1100 Wohnungen sollen in dem Neubaugebiet Spreehafenviertel in Wilhelmsburg entstehen. Die dafür geplante Rodung im „Wilden Wald“ wurde bereits vor einigen Tagen durch ein Gericht vorläufig gestoppt. Nun gibt es eine weitere gerichtliche Entscheidung in dem Kampf um das Waldgebiet.

Zwei Tage nachdem das Verwaltungsgericht Hamburg die Rodung einer ersten Teilfläche von rund 790 Quadratmetern im „Wilden Wald“ in Wilhelmsburg vorläufig gestoppt hat, hat das Gericht nun auch die aufschiebende Wirkung eines Widerspruchs gegen die Baugenehmigung angeordnet.

Aufschiebende Wirkung des Widerspruchs

Das bedeutet: Die Baugenehmigung darf so lange nicht genutzt werden, bis über den vom Naturschutzbund Hamburg (Nabu) eingelegten Widerspruch entschieden wurde. Bis dahin darf auch kein Baum gefällt werden. Eine finale Entscheidung über die Zukunft des „Wilden Waldes“ steht allerdings noch aus.


Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Genossen, hört die Signale: SPD in der Krise
  • Drohnen-Boote auf der Elbe: Welche Rolle Blohm + Voss spielt
  • Wut über hohe Benzinpreise: Mineralöl-Händler im Interview
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
  • 16 Seiten Sport: Wie der HSV seine neuen Spieler findet & St. Paulis dicke Krankenakte
  • 28 Seiten Plan 7: Musik im Dunkeln in der Laeiszhalle & Ausgehtipps für die ganze Woche

Seit Jahren gibt es Streit um den „Wilden Wald“, das Waldgebiet zwischen Ernst-August-Kanal und dem Spreehafen im Norden Wilhelmsburg. Denn: Das unberührte Biotop liegt auf einem Teil der Fläche für das Neubaugebiet Spreehafenviertel, wo 1100 Wohnungen entstehen sollen. Naturschützer wollen allerdings verhindern, dass der „Wilde Wald“ diesen Bauplänen zum Opfer fällt.

Das könnte Sie auch interessieren: Mitten in der HafenCity: Neuer Tunnel wird zum Millionen-Grab

Malte Siegert, der Hamburger Nabu-Vorsitzende, kündigt an: „Die jetzt gewonnene Zeit werden wir nutzen, um uns für den dauerhaften Erhalt des gesamten Wilden Waldes einzusetzen.“ Da die gesetzliche Baumfällsaison am 28. Februar endet, bekäme der Wald eine notwendige Atempause, so der Verband. (mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test