„Astreine Homophobie“: Hässlicher Vorfall in bekannter Hamburger Fast Food-Filiale
Die Vorwürfe sind heftig: Ein Mitarbeiter der „Burger King“-Filiale auf dem Hamburger Kiez soll einen Kunden auf üble Art homophob beleidigt haben. Eine Augenzeugin berichtet im Netz von dem Vorfall – was sagt das Unternehmen zu den Anschuldigungen?
Zehn Minuten lang soll ein Mitarbeiter „den ganzen Laden zusammengeschrien“ haben: In der „Burger King“-Filiale an der Reeperbahn haben sich kürzlich offenbar üble Szenen abgespielt.
Zwei junge Männer wurden dort nicht bedient – anscheinend, weil der Mitarbeiter ein Problem mit dem Äußeren seiner Kundschaft hatte. „Das ist doch kein richtiger Mann! Ist das ein Mann oder eine Frau?! Ekelhaft!“, soll der Angestellte getobt haben.
Homophobie-Vorfall in bekannter Hamburger Fast Food-Filiale: „Niemand hat etwas gesagt“
Eine Kundin hat den Vorfall Ende Mai miterlebt und anschließend auf ihrer Instagram-Seite geschildert. Sie spricht darin von „astreiner Homophobie“.
Sie habe bei ihrem Besuch in der Filiale Kopfhörer aufgehabt „und leider erst recht spät gecheckt, was los ist. Ich hab den Mitarbeiter dann, obwohl ich vor Wut gekocht hab, recht nett darauf hingewiesen, dass es homophob ist, was er da macht und ihn gebeten sein Geschrei zu unterlassen, dass sein Verhalten nicht geht und ich denke, dass kein Platz für solche Handlungen, solches Verhalten in unserer Welt ist“, schreibt die Augenzeugin weiter. Der Mitarbeiter soll daraufhin auch sie angepöbelt haben: „Halt deine Fresse, spreche ich mit dir?“
Besonders erschütternd: Nach Schilderungen der Kundin sei der Laden „voll“ gewesen, die Kundschaft überwiegend männlich. Doch niemand habe sie unterstützt, beklagt die Augenzeugin. „Niemand hat etwas gesagt.“
„Burger King“ gibt den Vorfall zu
Was sagt „Burger King“ zu den Anschuldigungen? Tatsächlich gibt das Unternehmen den Vorfall zu – macht aber gleichzeitig auf Nachfrage der MOPO deutlich, dass man jegliche Form von Diskriminierung ablehne. Das Unternehmen stehe für Offenheit, Diversität, Individualität und Toleranz, hieß es.
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„Umso mehr bedauern wir, dass es im Restaurant in Hamburg an der Reeperbahn offenbar zu einem Zwischenfall mit homophoben Aussagen eines Mitarbeiters kam“, heißt es in einem Statement. „Ein derartiges Verhalten ist für uns nicht akzeptabel und wird nicht toleriert.“ Man kläre aktuell, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und werde Konsequenzen ziehen. (vd)