Hamburg
Eimsbüttel
Anwohner genervt: Wann verschwinden endlich die rosa Müllsack-Berge?
Es stinkt gewaltig und Ratten freuen sich: Wo es eng ist in Hamburg und es keinen Platz für Mülltonnen gibt, wird der Restmüll noch in rosafarbenen Restmüllsäcken auf die Straße gestellt – etwa in Eimsbüttel. Die Anwohner sind genervt. Denn vor fast zehn Jahren hat die Stadtreinigung bereits ein Pilotprojekt gestartet, um die rosa Säcke zu ersetzen.
Im Jahr 2016 sagte Hamburg den rosa Müllsäcken den Kampf an. Im Rahmen des Ottenser Pilotprojekts entstanden 28 gemeinschaftliche Müllstandplätze für rund 710 Haushalte – so wurden mehr als 1100 rosa Restmülltüten pro Woche ersetzt.
Eimsbüttel: Rosa Müllsäcke sollen abgelöst werden
Aufgestellt wurden neben Mülltonnen auch sogenannte „Unterflursysteme“. Dabei handelt es sich um eine Säule mit einer Einwurfklappe, die Anwohner per Transponder öffnen können. Der Abfall wird eingeworfen und landet unter der Erde in einem Sammelbehälter, in den mehr als 80 rosa Müllsäcke passen.
So etwas hätten viele Einwohner von Eimsbüttel auch gern. Hier gibt es nach Angaben der Stadtreinigung seit 2018 zwar bereits 77 neue Müllstandplätze – davon 36 Unterflursysteme – doch in anderen Straßen stapeln sich weiterhin die rosa Säcke.
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„Für jeden dieser Standplätze ist von der Planung über die Genehmigung bis hin zur Einrichtung und Inbetriebnahme ein hoher Aufwand zu leisten“, schreibt ein Sprecher der Stadtreinigung auf Anfrage. „Allein in den vergangenen drei Jahren konnten wir 47 solcher Standplätze in Eimsbüttel einrichten. Wir sind weiterhin im Austausch mit dem Bezirksamt Eimsbüttel, um weitere Ober- und Unterflursysteme auf öffentlichem Grund einzurichten und die Restmüllabfuhr über die rosafarbenen Müllsäcke sukzessive weiter zu reduzieren beziehungsweise zukünftig ganz abzulösen.“ (abu)