Ansturm auf Hinterhof-Verkauf: Eine Schnäppchenjägerin ist peinlich berührt
Am dritten Tag des Ausverkaufs des Theaterfundus „Jacke wie Hose“ in Ottensen geht die Schlange vom Hinterhof erneut bis fast auf die Straße. Bei niedrigen Temperaturen hat sich hier eine Gruppe junger Menschen eingefunden, um besondere Teile zu ergattern. Die MOPO hat sich unter den Schnäppchenjägern und -Jägerinnen umgehört – und eine war dabei sogar etwas peinlich berührt.
Zwei Tage nach Verkaufsstart der Stücke des Ottenser Theaterfundus „Jacke wie Hose“ ist die Nachfrage noch genauso groß wie zu Beginn. Erneut haben sich am Mittwoch mehr als 50 Menschen draußen in der November-Kälte aufgereiht, in der Hoffnung auf besondere Funde. Mit einigen glücklichen Käufern hat die MOPO gesprochen.
Die Szenenbildnerin Kristina Paulsen (36) aus Ottensen ist mit ihrer Freundin gemeinsam an diesem Morgen in dem Fundus gewesen und konnte vier Teile ersteigern. Neben einem rötlichen Seidenmantel hat die Hamburgerin noch eine Arbeitslatzhose und zwei Teile im Leo-Muster gekauft, für einen Preis von insgesamt 160 Euro. Zwei Stunden haben die beiden in dem Fundus verbracht, und doch meinen sie, dass „eigentlich noch viel mehr drin“ gewesen wäre.
Jonas Liebermann (34) aus Hohenfelde hat einige Artikel für seinen kleinen Sohn gekauft. Eine Jeansjacke, eine bunte Cap, einen Rollkragenpullover und einen Pullunder in blau-weißer Bayern-Optik, für zusammen 40 Euro. „Es ist gut gemacht, dass nicht alle auf einmal rein kommen“, kommentiert er. Es seien immer nur zwischen 30 und 40 Menschen gleichzeitig drinnen. Das bietet viel Raum dafür, sich in Ruhe umzuschauen und nicht hetzen zu lassen. Aber es sorgt auch dafür, dass sich die Schlange nur sehr langsam bewegt. Zu langsam, für einige.
Feo (19) aus Altona und Fabio (20) aus Fuhlsbüttel standen knapp zwei Stunden in der Schlange und mussten schließlich aus Zeitgründen ihren Besuch vorzeitig abbrechen, obwohl sie gern länger geblieben wären. „Wir kommen auf jeden Fall nochmal wieder, mit mehr Zeit“, erzählt Feo. Die Auswahl an Artikeln sei für die kurze verbleibende Zeit zu groß gewesen.
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Mit dem Sortiment überfordert fühlen sich auch Hannah (20) und Marie (21) aus Rissen. Die beiden jungen Frauen standen ebenfalls lange in der Schlange. Hannah, auf der Suche nach einer Hose und Gürteln, wurde leider nicht fündig. „Es ist doch vieles teurer als gedacht, obwohl gute Schnapper dabei sind“, erzählt sie der MOPO. Marie konnte ein pinkes Langarm-Oberteil ergattern, für 20 Euro. Die beiden freuen sich darauf, wenn später im Ausverkauf Accessoires zum bisherigen Angebot dazustoßen.
Hamburgerin macht Großeinkauf – und ist etwas peinlich berührt
Einen Großeinkauf hat sich dagegen Sina (26) aus Eimsbüttel geleistet. Etwas peinlich berührt erzählt sie der MOPO, knapp 600 Euro in dem Fundus gelassen zu haben: für Jacken, Tops und Röcke. In ihrer vollbepackten Tüte sind gut 20 Teile. Die Hamburgerin ist Fotografin und Stylistin und hat einige der Teile auch für die Arbeit besorgt.
Ob der Verkauf auf dieser Frequenz weitergeht, bleibt abzuwarten. Das Interesse ist auf jeden Fall enorm.