Nach sechs Jahren Bauzeit wurde am Montag die zweite Röhre des Alten Elbtunnels feierlich wiedereröffnet – mit einem Auftritt der Beatles-Coverband The Quarryman Beatles. Deren Vorbilder stammen aus Liverpool, der diesjährigen Partnerregion des Hafengeburtstags - weshalb die Weströhre nach dem gleichnamigen Beatles-Song vorübergehend in „Penny Lane“ umbenannt wurde.

Nach sechs Jahren Bauzeit wurde am Montag die zweite Röhre des Alten Elbtunnels feierlich wiedereröffnet – mit einem Auftritt der Beatles-Coverband The Quarryman Beatles. Deren Vorbilder stammen aus Liverpool, der diesjährigen Partnerregion des Hafengeburtstags - weshalb die Weströhre nach dem gleichnamigen Beatles-Song vorübergehend in „Penny Lane“ umbenannt wurde. Foto: Ulrich Perrey/dpa

Alter Elbtunnel nach langer Sanierungszeit wiedereröffnet

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Sein Bau im Jahr 1911 war ein technisches Wunderwerk, bis heute ist er eine der Attraktionen Hamburgs – und nun endlich wieder in ganzer Pracht zu bestaunen: Nach mehr als 30 Jahren Bauzeit und einer gewaltigen Kostenexplosion ist der Alte Elbtunnel mit der Fertigstellung der Weströhre endlich komplett saniert. Am Montag eröffneten Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD), Kultursenator Carsten Brosda (SPD) und HPA-Geschäftsführer Jens Meier den letzten Teil des Bauwerks unter der Elbe.


Zusammenfassung:

  • Nach 30 Jahren Bauzeit komplett ist der Alte Elbtunnel nun komplett saniert.
  • Beim Bau gab es eine Kostenexplosion auf über 130 Millionen Euro.
  • Der Bau des Alten Elbtunnels begann 1907 und wurde 1911 beendet.

Der St.-Pauli-Elbtunnel soll aber nicht nur eine historische Besucherattraktion sein: Die Oströhre soll künftig als Teil der Radroute 4 vor allem von Radfahrern und Fußgängern als Verkehrsweg im Alltag genutzt werden. Die Weströhre steht Fußgängern und der touristischen Nutzung zur Verfügung.

Kultursenator Carsten Brosda (SPD, v.l.), Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Jens Meier, Chef der Hamburg Port Authority, eröffneten die sanierte Weströhre des Alten Elbtunnels. Ulrich Perrey/dpa
Kultursenator Carsten Brosda (SPD, v.l.), Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Jens Meier, Chef der Hamburg Port Authority, eröffnen die sanierte Weströhre des Alten Elbtunnels.
Kultursenator Carsten Brosda (SPD, v.l.), Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Jens Meier, Chef der Hamburg Port Authority, eröffneten die sanierte Weströhre des Alten Elbtunnels.

Leonhard sprach von einer „echten bautechnischen Herausforderung“, die „sehr gut gelungen“ sei. Der Tunnel stehe jetzt auch „für kommende Generationen“ zur Verfügung.

Brosda nannte den Alten Elbtunnel eines der „herausragenden Denkmäler Hamburgs“, das nun „in neuem Glanz“ erstrahle und technisch fit für die Zukunft sei. Für Meier war die Sanierung eine „Herzensangelegenheit für die HPA“. Beide Röhren ermöglichten jetzt wieder eine vollständige Nutzung.

380.000 Fliesen wurden gebraucht, um die Weströhre des Alten Elbtunnels komplett auszugestalten. picture alliance/dpa/Markus Scholz
Arbeiter kacheln die Wände der Weströhre des St.Pauli Elbtunnels.
380.000 Fliesen wurden gebraucht, um die Weströhre des Alten Elbtunnels komplett auszugestalten.

Zur Einweihung spielte die Beatles-Coverband The Quarryman Beatles zwei Lieder der Band aus Liverpool. Die Beatles spielten zu Beginn ihrer Karriere häufig in Hamburg. Der Hafengeburtstag (8. bis 10. Mai) wird in diesem Jahr in Partnerschaft mit Liverpool veranstaltet – weshalb die Weströhre vorübergehend nach einem Beatles-Song in „Penny Lane“ umgetauft wurde. 

Die Sanierung des Alten Elbtunnels hatte 1994 begonnen: Erst wurde das Betriebsgebäude saniert, dann folgten die Schachtgebäude auf St. Pauli und in Steinwerder, schließlich die beiden Röhren. Die Arbeiten an der Weströhre hatten am 3. Juni 2019 begonnen und wurden in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt abgeschlossen. Kosten für das Gesamtprojekt: mehr als 130 Millionen Euro. Mitte der 90er hatte die HPA noch mit 16 Millionen Euro gerechnet.

Aber: Die Weströhre ist laut Meier sowohl schneller als auch günstiger als geplant fertig geworden. Ursprünglich waren Kosten von 75,8 Millionen Euro angesetzt. „Wir sind acht Millionen unter Budget geblieben“, sagte Meier. 21,3 Millionen hat der Bund getragen, den Rest die Stadt.

Schacht St. Pauli: Herstellung der Sohlendichtung und Ansicht der Tunnelmündungen hpa
Alter Elbtunnel
Der Bau des Alten Elbtunnels – hier der Schacht St. Pauli: Herstellung der Sohlendichtung und Ansicht der Tunnelmündungen

Der Alte Elbtunnel wurde zwischen 1907 und 1911 gebaut. Vor 120 Jahren hatte die Bürgerschaft dem Bau zugestimmt, weil immer mehr Menschen die Norderelbe auf dem Weg zu ihren Arbeitsplätzen im Hafen queren mussten. Damals galt der Tunnel unter der Elbe samt Lastenaufzügen in den Schachtgebäuden als technische Meisterleistung.

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Bei der Sanierung lag besonderes Augenmerk auf Fliesen und Reliefs, die die Entstehungsgeschichte des Tunnels erzählen. Dazu kamen moderne Technik wie Rauchmelder, Lautsprecher und ein automatisches Zählsystem und Beleuchtung nach historischem Vorbild.

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