Alkoholverbot im und am Hamburger Hauptbahnhof soll verlängert werden
Seit zwei Jahren ist Alkohol im Bereich des Hauptbahnhofs und davor tabu. Alkohol befördert Gewalt, so die Erklärung. Das bestätigen auch Zahlen der Polizei. Jetzt soll das Verbot verlängert werden.
Am Dienstag will der Senat das Alkoholverbot am Hamburger Hauptbahnhof verlängern, so berichtet es das „Abendblatt“. Seit gut zwei Jahren ist das Verbot aktiv, soll zur Straftatreduktion beitragen. Tatsächlich ist die Zahl der Straftaten rund um den Hauptbahnhof zurückgegangen – in St. Georg insgesamt von 31.000 (2024) auf 29.000 (2025).
Rund 40 Prozent der Täter von Körperverletzungen und Sexualdelikten am Hauptbahnhof zwischen 2019 und 2023 waren betrunken. Seit der Verhängung des Alkoholverbots im März 2024 ging die Zahl zwar zurück, blieb aber dennoch höher als in anderen Teilen der Stadt.
Die erstmalige Verordnung des Verbots läuft nach zwei Jahren aus, daher will der Senat nun am Dienstag eine Verlängerung von drei Jahren beschließen.
Alkoholverbot – wenige Straftaten und sauberer Bahnhof
In die Verbotszone eingeschlossen, sind – neben dem Hauptbahnhof – der Hachmannplatz, der Heidi-Kabel-Platz, ein Streifen seitlich des Bieberhauses und ein Streifen parallel zum Steintordamm. Verstöße gegen das Alkoholverbot werden mit Geldstrafen von bis zu 200 Euro bestraft. 2025 waren es 1800 Euro, die die Stadt dadurch einnahm, nur 300 Euro mehr als 2024.
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Noch vor einigen Jahren galt der Hamburger Hauptbahnhof als einer der gefährlichsten Bahnhöfe in Deutschland*. Seit 2023 ist die Polizei hier deshalb präsenter, mit den „Quattro-Streifen“ – vier Beamte, statt zwei. Das Alkoholverbot führe, nach Angaben der Deutschen Bahn, auch dazu, dass der Bahnhof sauberer sei. (*In einer früheren Version des Artikels stand, dass der Hamburger Hauptbahnhof statistisch gesehen, der gefährlichste Bahnhof in Deutschland ist. Diesen Fehler haben wir korrigiert.)
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