Aggression und Respektlosigkeit: Das denken Norddeutsche über ihre Mitmenschen
Die Hamburger sind unzufrieden mit dem gesellschaftlichen Miteinander. Respektlosigkeiten, Ausgrenzungen und Aggressionen haben zugenommen, so geben sie es in einer Umfrage an. Das Phänomen geht über die Hamburger Grenzen hinaus.
Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg bewertet das soziale Miteinander als schlecht. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Demnach halten 71 Prozent der Befragten in den nordwestlichen Bundesländern den Zusammenhalt und das Zusammenleben in der Gesellschaft für schlecht oder sehr schlecht.
Befragte beklagen Aggressionen, Intoleranz, Ausgrenzung
Aufgeschlüsselt schätzten 62 Prozent der Befragten den Zusammenhalt und das Zusammenleben in der Gesellschaft als „eher schlecht“, neun Prozent sogar als „sehr schlecht“ ein. Zugleich sagen 77 Prozent, dass sich das soziale Miteinander in den vergangenen drei Jahren verschlechtert hat.

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Auch deutschlandweit schätzen mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten das Zusammenleben in der Gesellschaft als schlecht ein. Zudem nimmt auch bundesweit eine große Mehrheit, 77 Prozent, eine Verschlechterung im Miteinander in den vergangenen drei Jahren wahr – ein Trend, der sich auch in früheren Umfragen zeigte.
Laut DAK-Gesundheit bemerken die Menschen vor allem mehr Beleidigungen und Respektlosigkeit (86 Prozent), Aggressivität (81 Prozent), Egoismus (79 Prozent) sowie Intoleranz und Ausgrenzung (76 Prozent). Besonders im öffentlichen Raum und in sozialen Netzwerken falle die Verschlechterung auf.
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Für die repräsentative Umfrage Anfang März wurden deutschlandweit insgesamt 1029 Bürger befragt. 98 Prozent der Befragten in den nordwestlichen Bundesländern glauben, dass ein besseres soziales Miteinander die Gesundheit fördert. 61 Prozent engagierten sich bereits dafür – etwa durch Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliche Arbeit oder indem sie sich bewusst Zeit für andere nehmen. (dpa/esk)
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