Ärger mit Vonovia: Mieten und Nebenkosten steigen immer weiter – dringender Appell
Der Mieterverein zu Hamburg ruft Vonovia-Mieter dazu auf, sich gegen Mieterhöhungen und überhöhte Nebenkosten zu wehren. Anlass ist die Hauptversammlung von Deutschlands größtem Vermieter am 21. Mai.
Bei der Hauptversammlung stellt die Vonovia den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 vor und will eine Dividende in Höhe von 1,25 Euro pro Aktie beschließen. Der Mieterverein zu Hamburg kritisiert, dass das Geschäftsmodell des Unternehmens auf Einnahmesteigerung setzt und dass dies zu immer weiter steigenden Mieten und Nebenkosten führe, heißt es in einer Pressemitteilung.
Aktionäre freuen sich – Mieter leiden
Aus der Beratungspraxis sei bekannt, dass Mieterhöhungen unrechtmäßig verlangt werden, obwohl oft die gesetzlichen Voraussetzungen nicht gegeben sind: „Es werden oftmals Zustimmungen zu erhöhten Kaltmieten gefordert, obwohl die Mietenden bereits gegenwärtig die ortsübliche Vergleichsmiete zahlen. Die Vonovia hofft offensichtlich darauf, dass die Mietenden die Mieterhöhungsbegehren ungeprüft unterschreiben“, so Rechtsanwalt Paul-Hendrik Mann vom Mieterverein zu Hamburg.
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„Hierbei sind uns Fälle bekannt, in denen gerichtlich festgestellt wurde, dass ein Zustimmungsanspruch nicht besteht. Trotzdem wurden von der Vonovia nach kurzer Zeit erneut identische Mieterhöhungen ausgebracht“, so der Rechtsanwalt weiter.
Abrechnungen prüfen lassen, lohnt sich
Auch steigende Nebenkosten stellen Mieter vor Herausforderungen. Der Mieterverein zu Hamburg prüft solche Abrechnungen und stellt in vielen Fällen fest, dass diese fehlerhaft sind. Rechtsanwalt Mann: „Die Vonovia ist regelmäßig nicht in der Lage, die abgerechneten Kosten vollständig und transparent zu belegen.“ Oft lohnte es sich also, die Nebenkostenabrechnung auf mögliche Fehler prüfen zu lassen. So könne man in Einzelfällen Gutschriften von bis zu vierstelliger Höhe erhalten. Der Verein ruft Mieter dazu auf, aktiv zu werden, indem sie die Abrechnungen überprüfen lassen und Belege anfordern. Außerdem sollten Mieterhöhungen niemals ungeprüft akzeptiert werden.
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