Abzock-Alarm! Warnung vor Fake-Shops mit WM-Trikots – sogar Schadstoffgefahr

Begehrt und teuer: Das WM-Trikot der deutschen Fußball-Nationalelf. Fake-Shops bieten Plagiate des offiziellen Fan-Artikels zu Spottpreisen an.
Begehrt und teuer: Das WM-Trikot der deutschen Fußball-Nationalelf. Fake-Shops bieten Plagiate des offiziellen Fan-Artikels zu Spottpreisen an.

Das Trikot des Lieblingsteams gehört für viele Fans zur Fußball-WM dazu. Doch offizielle Fanartikel sind teuer – und im Netz locken zahlreiche Anbieter mit vermeintlichen Schnäppchen. Die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) warnt: Wer dort bestellt, landet oft bei einem Fake-Shop und bekommt im schlimmsten Fall gar nichts oder minderwertige Ware – sogar schadstoffbelastete Plagiate werden verkauft.

Für das WM-Trikot der deutschen Nationalelf zahlt man im offiziellen Shop des DFB oder direkt beim Hersteller Adidas stolze 100 Euro. Beim Onlinehändler fatooball.com schlagen hingegen nur 29 Euro zu Buche. Doch bei solchen extrem günstigen Angeboten sollten Fußball-Fans misstrauisch sein, warnt die VZHH.

Häufig sitzen die Anbieter außerhalb der EU und verschicken per Direktversand aus dem Nicht-EU-Ausland. Für Kundinnen und Kunden kann das problematisch werden: Reklamationen, Rückgaben oder Erstattungen scheitern oft an fehlenden Kontaktmöglichkeiten, hohen Rücksendekosten oder daran, dass Ansprüche im Ausland kaum durchsetzbar sind.

Entdeckt der Zoll Plagiate, lässt er sie vernichten

Wer in einem Fake-Shop bestellt, erhält oft keine Ware. Das gezahlte Geld ist dann in der Regel weg – vor allem, wenn nur „Vorkasse“ angeboten wurde. Auch bei besonders günstigen Shops besteht ein erhöhtes Risiko, statt Original-Trikots bekannter Hersteller minderwertige Fälschungen zu bekommen. Selbst Begriffe wie „Authentic“, „Player Version“ oder „Match Version“ garantieren laut Verbraucherzentrale nicht, dass es sich um Originalware handelt.

Ein weiteres Risiko: Entdeckt der Zoll die Plagiate bei der Einfuhr, lässt er sie vernichten. Die Bestellenden gehen dann leer aus. Zudem können Verbraucherinnen und Verbraucher bei solchen Produkten nicht sicher sein, dass die Trikots frei von Schadstoffen sind.

Fehlendes Impressum: Vorsicht, Fake-Shop-Gefahr

Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg rät deshalb, vor dem Kauf genau ins Impressum zu schauen. „Hat der Anbieter keinen Sitz in der EU und ist auch kein verantwortlicher Ansprechpartner innerhalb der EU benannt, steigt das Risiko erheblich, Ansprüche später nicht durchsetzen zu können und am Ende auf dem Schaden sitzen zu bleiben“, sagt sie.

Fehlen Angaben zum Vertragspartner oder gibt es gar kein Impressum, sollte man nicht bestellen. Das sei etwa bei fatooball.com, trikotfc.com und gojersey.co der Fall.

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Wer bereits auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, sollte schnell die eigene Bank kontaktieren. SEPA-Lastschriften und manche Kreditkartenzahlungen lassen sich unter Umständen zurückbuchen. Bei Paypal kann im besten Fall der Käuferschutz greifen. Außerdem sollten Betroffene Anzeige erstatten – in Hamburg geht das auch online.

Die Verbraucherzentrale Hamburg führt zudem eine Liste fragwürdiger Online-Shops. Dort können Verbraucherinnen und Verbraucher auch betrügerische Shops melden. (tst)