Hamburg
Abriss an idyllischem Hang: Hier entstehen in Hamburg 130 neue Wohnungen in Traumlage
Sorge um den Charme der Anlage. Bauverein der Elbgemeinden will doppelt so viel Wohnfläche auf parkartigem Grundstück schaffen.
Eine üppige Grünanlage wie ein Park – und das in malerischer Hanglage. Hohe, alte Bäume, viele Sträucher und auf dem Rasen blühen Hasenglöckchen. Inmitten dieser Idylle stehen zehn Gebäude mit Mietwohnungen, die locker verteilt sind. Solche großzügigen Wohnanlagen gibt es tatsächlich noch in Hamburg, und zwar im Haithabuweg am Fuße der Harburger Berge.
Allerdings stammen die Wohnungen in dieser luxuriösen, lockeren Bauweise aus dem Jahr 1959 und sollen nun modernen Neubauten weichen. „Es gibt keine Wärmedämmung, unzeitgemäße Grundrisse, teils Probleme mit Feuchtigkeit und die Wohnungen sind nicht barrierefrei“, zählt Peter Finke vom Bauverein der Elbgemeinden auf. Der Genossenschaft gehört die Wohnanlage.
BVE will 130 Wohnungen abreißen und neu bauen
Nun sollen alle Häuser abgerissen werden, um für jüngere Haushalte und auch Senioren barrierefreie und energie-effiziente Wohnungen zu bauen. Für die aktuell dort lebenden 132 Haushalte ist das erst einmal keine schöne Nachricht. Die Gespräche mit den Mietern laufen bereits. Allerdings verfügt der BVE nicht über freie Wohnungen in Sinstorf und muss daher mit anderen Anbietern kooperieren, um Ersatzwohnungen anbieten zu können.
Finke verspricht, dass der grüne Charme der Sinstorfer Siedlung erhalten bleiben soll. Dafür werden derzeit alle Bäume kartografiert. Trotzdem ist es erklärtes Ziel, die Wohnfläche auf dem Gelände zu verdoppeln. Bei gleichbleibender Anzahl von 130 Wohnungen. Die Anordnung der Häuser soll dabei unverändert bleiben. „Wir werden wohl eine bis eineinhalb Etagen draufsetzen“, so Finke.
Um trotz der Hanglage Barrierefreiheit zu gewährleisten, werden Aufzüge gebaut. Der Abriss und Neubau erfolgt in Abschnitten. Los geht es 2030, die neue Anlage wird jedoch nicht vor 2035 fertig sein. Grün, ruhig und autobahnnah – die neue Anlage dürfte ein echtes Sahnestück werden. Der BVE wird dort auch Reihenhäuser und Townhouses errichten.
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Allerdings gibt es einen Haken: Wer dort mieten möchte, muss Mitglied beim Bauverein der Elbgemeinden (BVE) sein. Finke verspricht aber: „Wir vermieten einen Teil sicherlich auch an Mieter, die bisher keine Mitglieder sind.“
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