Aktivisten besetzen Bäume im „Wilden Wald“ – Gericht fällt wichtige Entscheidung
Ein drohender Kahlschlag wurde vorerst gestoppt: Das Verwaltungsgericht Hamburg hat am Dienstagmittag auf einen Eilantrag des Naturschutzbundes Hamburg (Nabu) reagiert und die geplante Rodung im „Wilden Wald“ in Wilhelmsburg zunächst untersagt. Erst am Vormittag hatten Aktivisten vor Ort protestiert und Bäume besetzt – nun folgte die gerichtliche Entscheidung.
Konkret sollte für das Neubaugebiet Spreehafenviertel bereits am Dienstag eine erste Teilfläche von rund 790 Quadratmetern des Waldgebiets gefällt werden. Das Gericht stoppte die Arbeiten jedoch vorläufig und verpflichtete das Bezirksamt Hamburg-Mitte, alle Fäll- und Rodungsmaßnahmen mit sofortiger Wirkung zu untersagen – bis zu einer weiteren Entscheidung im Verfahren.

Endgültige Entscheidung über den „Wilden Wald“ steht aus
Zur Begründung erklärte das Gericht, nur durch einen vorläufigen Stopp könne der Sachverhalt umfassend geprüft und allen Beteiligten rechtliches Gehör gewährt werden. Eine endgültige Entscheidung über den Eilantrag steht noch aus, die Abholzung ist bis dahin vom Tisch.
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Der Nabu wertet die Entscheidung als wichtigen Zwischenerfolg. Der Hamburger Nabu-Vorsitzende Malte Siegert sprach von „einem guten Zeichen des Rechtsstaats und einem wichtigen Teilerfolg“. Der Verband will sich weiterhin mit allen rechtlichen Mitteln dafür einsetzen, dass der „Wilde Wald“ vollständig erhalten bleibt. (rei)
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