Mit Blick auf große Containerschiffe fährt eine Barkasse von Barkassen-Meyer über die Elbe.

Mit Blick auf große Containerschiffe fährt eine Barkasse von Barkassen-Meyer über die Elbe. Das Unternehmen fusioniert ab 2026 mit der Rainer Abicht Elbreederei. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Paukenschlag im Hafen: Reedereien-Hochzeit nach 100 Jahren Konkurrenz

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„Ein neues Kapitel maritimer Geschichte“: So bezeichnen die Reedereien Rainer Abicht und Barkassen-Meyer ihre geplante Fusion im kommenden Jahr. Nach beinahe 100 Jahren in trauter Konkurrenz gehen zwei bekannte Anbieter für Hafenrundfahrten, Charter- und Lichterfahrten künftig gemeinsame Wege.

Mit der Fusion möchten sich beide Unternehmen zu einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Linie verpflichten, so geht es aus der gemeinsamen Pressemitteilung hervor. „Das Unglaubliche ist nun wahr geworden“, sagen die Geschäftsführer Hubert Neubacher (Barkassen-Meyer) und Dragan Botic (Rainer Abicht Elbreederei), die sich seit Jahrzehnten an den Landungsbrücken kennen.

Abicht übernimmt den laufenden Geschäftsbetrieb von Barkassen-Meyer, führt aber Name und Marke weiter – für die Gäste ändert sich damit auf den ersten Blick wenig. Die Touren, Angebote und Gesichter beider Marken sollen erhalten bleiben.

Reedereien: Herausforderungen der Branche

„Unsere Branche steht vor großen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen“, so Neubacher. Gemeinsam könnten die beiden Reedereien ihre Flotten effizienter betreiben und neue Energie- und Antriebskonzepte umsetzen.



Beide Reedereien bleiben weiterhin in Familienhand. Die Arbeitsplätze, so betonen beide Seiten, sollen vollständig erhalten bleiben. Für Botic ist die Fusion auch persönlich ein besonderer Moment: „Wir haben als junge Männer und später als einfache Angestellte an den Landungsbrücken angefangen. Heute dürfen wir mit Stolz sagen: Wir führen zwei Hamburger Originale in eine gemeinsame Zukunft – hanseatisch, herzlich und verantwortungsvoll.“

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Der Hamburger Senat setzt bei dem Ausbau auf klimafreundlichere Schifffahrt, vor allem auf den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe. Die HADAG setzt beispielweise auf Strom statt Diesel. Im Jahr 2028 sollen die neuen Fähren des Typs 2030e bereits vollständig elektrisch betrieben sein.

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