900 Baustellen, Ferienende in Hamburg: Wo Autofahrer bald Geduld brauchen
900 Baustellen, Ferienende in Hamburg und Wintersportler auf Achse: Wo es trotzdem entspannt bleibt und wo dann doch mal Geduld gefragt ist – das verraten die Stauprognosen von ACE und ADAC.
In Hamburg gehen die Märzferien am Wochenende zu Ende. Rückreisende könnten die Straßen in und um Hamburg voller machen. Doch auch bundesweit ist einiges los am Wochenende, wie der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC prognostizieren. Von den Ferien unabhängige Reisende sind etwa in Richtung Alpen unterwegs. Auch wenn die von dichtem Reiseverkehr geprägte Skiurlaubs-Hauptsaison immer weiter abebbe, wie es der ADAC formuliert.
Ferienende – bei Hamburg könnte es quirlig werden
Die Reisenden können auch auf den Hin- und den entsprechenden Rückreisespuren für leichte Verzögerungen sorgen. Und auch die Küsten von Nord- und Ostsee werden angesteuert. „Insgesamt sind Staus jedoch selten“, so der ACE. Daran ändert dann auch der prognostizierte Ausflugsverkehr bei schönem Wetter am Sonntag nicht viel.
Als Reisetag ist vor allem der Samstag ausgemacht – leichte Verzögerungen, aber wenig Staus stellt der ACE vor allem auf den genannten Strecken in Aussicht. Im Großraum Hamburg kann es auch noch mal etwas quirliger werden – dort enden am Freitag die Frühlingsferien.
Die Rückreisespuren füllen sich dann aber vor allem am Sonntag – stark zu spüren am späteren Nachmittag –, da könne es zu kurzen Verzögerungen im Heimreiseverkehr kommen. Zudem dann ja auch noch die angesprochenen Ausflügler unterwegs sind und irgendwann heimwollen.
Feierabend und Pendelverkehr können für Staus sorgen
Klassiker für mögliche Staus und Verzögerungen ist gleich zu Beginn des Wochenendes der Feierabend- und Pendelverkehr am Freitag. Da kann es speziell rund um die Ballungsräume voll werden.

Die Anzahl der Baustellen auf bundesdeutschen Autobahnen nimmt wieder zu. So zählt der ADAC aktuell rund 900 (Vorwoche 830). Auch im Bereich von Vollsperrungen (etwa auf Abschnitten der A 2, der A 7 und der A 9) kann es länger dauern.
Der ACE und der ADAC erwarten auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):
A 1 Köln – Dortmund und Osnabrück – Bremen – Hamburg – Lübeck
A 2 Berlin – Hannover – Dortmund – Oberhausen
A 3 Würzburg – Frankfurt – Köln – Oberhausen
A 4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe
A 5 Basel – Karlsruhe
A 6 Heilbronn – Nürnberg
A 7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg und Hannover – Hamburg – Flensburg
A 8 Salzburg – München – Ulm – Stuttgart – Karlsruhe
A 9 Nürnberg – München
A 10 Berliner Ring
A 12 Berliner Ring – Frankfurt/Oder
A 13 Dresden – Schönefelder-Kreuz
A 45 Aschaffenburg – Gießen – Dortmund
A 59 Düsseldorf – Köln – Bonn
A 61 Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach
A 81 Stuttgart – Heilbronn
A 93 Kiefersfelden – Rosenheim
A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
A 99 Autobahnring München
Staus in Österreich und der Schweiz
Wintersportler, die auf dem Weg zu ihren Zielen sind oder sich auf den Heimweg machen, tummeln sich in Österreich noch auf den Transitrouten. Staus sind möglich, doch laut ADAC werden sie auch hier immer weniger. Aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke könnte es zum Beispiel auf der Brennerautobahn zu Staus kommen.

Der ACE rechnet in der Schweiz mit Ausnahme des Berufsverkehrs am Freitag nur mit eher geringem Verkehrsaufkommen und geringer Staugefahr. Der ADAC nennt in seiner Stauprognose als Schwerpunkte die Gotthard- sowie die San-Bernardino-Route und die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz. Auch die Route Basel – Zürich – Chur ist staugefährdet.
Grenzkontrollen: Hier könnte es in Österreich dauern
Im Frühjahr 2025 wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Allerdings soll der Pendel- und Reiseverkehr laut ADAC möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen seien stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge würden angehalten.
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Dennoch kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) – zu Wartezeiten kommen.
Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Website der Asfinag ansehen. (dpa/mp)
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