50 Millionen Euro, fünf Jahre Bauarbeiten: Diese Mammut-Baustelle ist fertig
Mehr als 7000 Autos und Laster brettern hier täglich vorbei – pro Stunde! Und mittendrin liegt der kleine Kanu-Verein an der Alster. Fünf Jahre lang war die Hohenfelder Bucht eine Baustelle, jetzt ist das Mammut-Projekt abgeschlossen. Was sich verändert hat – und was geblieben ist.
Die Hohenfelder Bucht ist einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Die Hauptstraßen Mundsburger Damm und Sechslingspforte bringen hier den Verkehr aus dem Nord- und Südosten Hamburgs zusammen. Über mehrere Spuren fließt er an der Alster entlang in Richtung Innenstadt.
Hamburg: So sieht die Hohenfelder Bucht jetzt aus
Jahrelang mussten sich Autofahrer und auch die Anwohner allerdings mit Baulärm und Sperrungen arrangieren und reichlich Geduld mitbringen. Doch nun ist die Mammut-Baustelle fertig.
Fünf Jahre Bauzeit, 50 Millionen Euro Bauvolumen – die Neugestaltung der Hohenfelder Bucht war eines der größten Projekte des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). „Das ist für mich als Geschäftsführer ein sehr emotionaler Moment“, sagte Stefan Klotz (LSBG) am Freitag bei einer Veranstaltung vor Ort zum Bauabschluss. Er sei stolz auf dieses Prestigeprojekt. Die Verkehrsbehörde hatte den LSBG beauftragt.
Grund für die Arbeiten war, dass die maroden Hohenfelder Brücken aus den 1950er Jahren dringend erneuert werden mussten. Das nutzte die Stadt, um den gesamten Bereich seit März 2020 aufzuwerten und vor allem die Situation für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern.
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Das Ergebnis: zwei neue Brücken für Autos, eine zusätzliche neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer an der Alsterseite und ein neuer, breiterer und hellerer Fußgängertunnel, durch den Spaziergänger von der Bucht direkt an die Außenalster gelangen. Wer hier zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, hat jetzt deutlich mehr Platz.
Auch der Bus der Linie 6 kommt schneller voran. An der Ostseite der Bucht laden neue Treppenstufen zum Verweilen ein. Das denkmalgeschützte Ensemble mit dem Bootshaus des Hamburger Kanu-Clubs an der Barcastraße 13 von 1955 blieb dabei erhalten: ein Stück Geschichte zwischen Beton und Wasser.
90 Bäume für Baustelle gefällt
Ganz ohne Wermutstropfen ging es allerdings nicht: 90 Bäume wurden für die Arbeiten gefällt. Immerhin 78 Bäume wurden neu gepflanzt – darunter sogenannte Klimabäume. Sie sollen mit Hitze, Trockenheit und den städtischen Bedingungen hier gut zurechtkommen. Weitere Bäume wurden andernorts im Bezirk Nord nachgepflanzt.
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„Ich freue mich sehr, dass die Neugestaltung der Hohenfelder Bucht so gut umgesetzt worden ist“, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Freitag. „Unsere Pläne waren sehr viel anspruchsvoller als nur die maroden Brücken und Tunnel unter hoher Verkehrslast zu sanieren.“
Ziel sei es gewesen, einen Ort zu schaffen, der die Lebensqualität erhöht – für alle Verkehrsteilnehmer. Das Projekt zeige, dass eine funktionale und umweltfreundliche Stadt- und Mobilitätsentwicklung möglich sei. „Trotz großer Herausforderungen und täglich 70.000 Verkehrsteilnehmenden haben wir das Projekt fast termingerecht abgeschlossen“, sagte Tjarks. „Ein Erfolg, von dem jetzt alle profitieren können.“