3,5 Millionen Euro für ein Penthouse: Die Luxusbude auf dem Eimsbüttel-Bunker

In dem ehemaligen Bunker (links im Bild) befindet sich inzwischen ein Penthouse – für 3,5 Millionen Euro. Oben zu erahnen: der Dachgarten.
In dem ehemaligen Bunker (links im Bild) befindet sich inzwischen ein Penthouse – für 3,5 Millionen Euro. Oben zu erahnen: der Dachgarten.

Luxuriös soll es sein und einen Panoramablick bieten: Auf den ersten Blick unterscheidet sich das millionenschwere Penthouse-Angebot in Eimsbüttel erst einmal nicht von anderen seiner Art. Ganz besonders ist allerdings der Standort.

Insgesamt vier Zimmer und zwei Badezimmer gibt es auf den 313 Quadratmetern des angebotenen Penthouses an der Eichenstraße. Der Makler spricht auf der Website von „luxeriösem Wohnen mit beeindruckender Architektur, modernster Technik und einer einzigartigen Aussicht auf die Wahrzeichen der Stadt“.

Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Dachterrasse von 75 Quadratmetern, mehrere Balkone, Glastische und eine Whirlpoolwanne. An der Seite des Gebäudes erkennbar: Ein gläserner Aufzug.

Für insgesamt 3,5 Millionen Euro wird das Penthouse in Eimsbüttel angeboten.
Für insgesamt 3,5 Millionen Euro wird das Penthouse in Eimsbüttel angeboten.

Zu haben ist die Wohnung, die sich über drei Etagen erstreckt, für schlappe 3,5 Millionen Euro. Das entspricht etwa 11.000 Euro pro Quadratmeter und liegt damit über dem Mittelwert von Eimsbüttel: Dort werden Eigentumswohnungen laut dem Makler „Engel und Völkers“ durchschnittlich für circa 8100 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Penthouse befindet sich auf einem ehemaligen Bunker

Zu etwas Besonderem macht das Penthouse allerdings sein Standort: Es befindet sich auf dem ehemaligen Hochbunker an der Eichenstraße. Der dortige unterirdische Schutzraum wurde Anfang der 1940er Jahre errichtet und besitzt lange Betonröhren, die vor Granatsplittern, Feuer oder Verschüttung Schutz bieten sollten.

Laut „Eimsbütteler Nachrichten“ handelte es sich um einen der sogenannten „Röhrenbunker“, die eigentlich gar keine richtigen Bunker sind. Denn die Betonwände sind nur 60 bis 80 Zentimeter dick und hätten einem Bombenangriff wohl nicht Stand gehalten.

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Insgesamt gab in der gesamten Hansestadt einmal mehr als 1000 dieser Schutzgebäude, weniger als die Hälfte sind laut dem Verein „Hamburger Unterwelten“ heute noch erhalten. Ganz genaue Zahlen gibt es allerdings nicht.

Der berühmteste ist wohl der inzwischen begrünte Feldstraßenbunker auf St. Pauli, der seit seiner Eröffnung im Sommer 2024 sowohl für Hamburger als auch Touristen zu einem attraktiven Ausflugsziel geworden ist. In dem Gebäude sind fünf weitere Stockwerke entstanden. Unter anderem gibt es ein Hotel, Gastronomie und Ausstellungsflächen. Das Highlight ist die begrünte Dachterrasse.