Tausende Iraner demonstrieren in der Hamburger City – manche mit Tränen in den Augen
Stunden nach Bekanntwerden der Angriffe auf den Iran sind tausende Menschen am Samstagnachmittag aus der iranischen Community mit Flaggen des Iran, der USA, Israels und Deutschlands durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Die Demonstration war schon vor längerer Zeit unter dem Motto „Nein zur Islamischen Republik Iran!“ angemeldet worden.
Es gab Trommeln und auch „USA, USA“-Rufe. Einigen Demonstranten standen Tränen in den Augen. Redner betonten die Bedeutung eines Machtwechsels in Teheran. Entscheidend sei aber, wie es danach weitergehe.
Die Veranstalter rechneten mit 20.000 Teilnehmern – darunter viele Exil-Iraner, die den erneuten Angriff auf das iranische Regime zelebrieren. „Das ist ein Befreiungsschlag. Dieser Krieg ist nicht gegen die Bevölkerung, sondern für die Iraner und Iranerinnen, die im Iran leben“, zitierte ein Reporter vor Ort einen der Veranstalter, Reza Zare.
Am Ende versammelten sich laut Lagedienst der Polizei dann rund 5.500 Menschen zur Demonstration, die wegen des Streiks im öffentlichen Nahverkehr verspätet vom Auftaktort vor dem MediaMarkt in der Mönckebergstraße losging. Gegen 17.30 Uhr erreichte der Aufzug den Ort der Schlusskundgebung – den Rathausmarkt. Um 18.36 wurde die Demonstration durch den Veranstalter beendet. Bis auf kleinere Zwischenfälle (etwa einen Platzverweis wegen Alkoholisierung) blieb die Kundgebung laut Lagedienst friedlich. (dpa/es/apa)
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