15 Rohrbrüche! Drama um Hamburger Szene-Restaurant
Diese Nachricht war ein echter Schock für Gastronom Alvaro Piña Otey: 15 Brüche in den Abwasserrohren! Seit sieben Wochen ist sein beliebtes Bistro „Carmagnole“ in der Sternschanze geschlossen – es wird umfassend saniert. Das bedeutet: Sieben Wochen lang keine Einnahmen, dafür aber laufende Kosten. Noch sei unklar, ob die Versicherung diese übernimmt. Die MOPO hat mit Otey darüber gesprochen, wie es mit seinem Lokal weitergehen soll.
Steak Tatar, bretonische Artischocke oder Crème-Brûlée: In dem beliebten Bistro „Carmagnole“ in der Juliusstraße 18 (Sternschanze) gibt es französische Klassiker. Hier speisen die Gäste in geselliger Atmosphäre – eigentlich. Denn seit dem 1. Januar bleiben die Türen zu.
Sieben Wochen zu: 15 Rohrbrüche im Bistro „Carmagnole“ in Hamburg
„Es wurden 15 Brüche in Abwasserrohren festgestellt, unter unserem Bistro“, sagt Inhaber Alvaro Piña Otey zur MOPO. „Womöglich sind das Schäden, die über Jahrzehnte entstanden sind. Hier war zwar nichts überflutet, wir hatten aber Feuchtigkeitsprobleme und das Abwasser ist wohl teilweise unbemerkt ins Erdreich gesickert. Da muss natürlich gehandelt werden, auch, damit hier keine Ratten reinkommen können.“
Seit dem 1. Januar wird also umfassend saniert. „Hier wurde der ganze Boden aufgerissen. Wir mussten alle unsere Möbel und Geräte rausbringen und woanders einlagern“, so Otey. Der Eigentümer der Räumlichkeiten zahle die Sanierung. Otey selbst habe sich privat Geld für eine anschließende Renovierung geliehen.
„Carmagnole“ feiert Wiedereröffnung nach Sanierung
Doch noch sei unklar, ob die Ertragsausfallversicherung die laufenden Kosten der letzten sieben Wochen übernehme – wie die Gehälter, die trotzdem gezahlt wurden, Miete, Strom, Gas. „All das kostet mich jeden Tag tausende Euro und ich habe keine Rücklagen“, so Alvaro Piña Otey.
Bis zur Entscheidung habe er nun Kurzarbeit für den Januar und Februar beantragt. „Der Staat zahlt dann 60 Prozent der Gehälter aus den beiden Monaten“, so Otey.
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Das „Carmagnole“ soll trotzdem am 24. Februar wieder eröffnen. Otey: „Es soll hier definitiv weitergehen.“