Seit Jahresbeginn: Schon 15 Obdachlose in Hamburg gestorben
Seit Jahresbeginn sind in Hamburg 15 Obdachlose gestorben. Die Menschen starben nahe dem S-Bahnhof Wilhelmsburg, hinter dem Hauptbahnhof, im Winternotprogramm und im Krankenhaus. Der Mann, der tot in einem Zelt auf der Lombardsbrücke gefunden wurde, hat erneut eine Debatte über Straßensozialarbeit und Unterbringung ausgelöst.
In Hamburg sind seit Jahresbeginn 15 Menschen ohne festen Wohnsitz gestorben. Die Staatsanwaltschaft der Hansestadt bestätigte die Zahl, über die zuvor die Tageszeitung „taz“ und der NDR berichtet hatten. Die winterlichen Temperaturen hätten aber nur bedingt mit den Todesfällen zu tun.
Mitte Januar war ein obdachloser Mann tot in einem Zelt auf der Lombardsbrücke gefunden worden. Er lebte auf der Straße – und war trotzdem einer, auf den andere sich verließen. Der Mann gehörte zum Hamburger Gabenzaun: als Helfer, als stiller Anker. Der Verein trauert um den 59-Jährigen.
Andere Menschen seien aber in Unterkünften und auch in Krankenhäusern gestorben.
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Nach dem Fund des 59-Jährigen in seinem Zelt auf der Lombardsbrücke hatte der Hamburger Landesverband des Sozialverbands Deutschland mehr Straßensozialarbeit für die Hansestadt gefordert. Die Sozialbehörde erklärte im NDR, die Stadt habe die Unterbringung obdachloser Menschen deutlich ausgebaut. Das System sei heute vielfältiger, zielgruppensensibler und stärker vernetzt als früher. (mp/dpa)
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