100 Rubbellose für eine Wohnung: Hamburger mit ungewöhnlicher Anzeige

Björn Verloh
Björn Verloh (43) aus Ottensen sucht eine Wohnung für sich und seine Kinder.

„Suche Wohnung, biete 100 Rubbellose“ steht sinngemäß auf einem Plakat im Hamburger Stadtteil Ottensen. Ein Scherz? Die MOPO hat mit Verfasser Björn Verloh gesprochen. Der 43-jährige Vater von drei Kindern sucht dringend nach einer größeren Wohnung und hat mit kreativen Anzeigen auf dem Wohnungsmarkt gute Erfahrungen gesammelt.

„Die Wohnungssuche übers Internet finde ich nervig und ich habe nicht das Budget für große Versprechungen, darum habe ich mir das mit den Rubbellosen überlegt“, sagt Verloh. „Immerhin sind 100 Lose die Chance auf bis zu eine Million Euro.“

Hamburger auf kreativer Wohnungssuche

Schon einmal hat Verloh mit einem kreativen Plakat Glück gehabt: „Damals suchte ich eine Wohnung für meine WG und habe eine Kiste Bier versprochen.“ Eine anonyme Anruferin meldete sich und gab ihm den Tipp, dass in Ottensen eine Drei-Zimmer-Wohnung frei wäre.

Plakat
Mit diesem Plakat sucht Björn Verloh nach einer neuen Wohnung.

„Sie sagte mir, dass ich beim Vermieter anrufen soll und auf die Frage: ‚Woher wissen Sie von der freien Wohnung?‘ mit ‚vom Friseur‘ antworten soll. Das hat tatsächlich geklappt und ich habe die Wohnung bekommen“, sagt Verloh. Später stellte sich heraus: Die anonyme Anruferin war seine neue Nachbarin, die auf das kreative Gesuch aufmerksam wurde.

Vater möchte Kinder öfter bei sich haben

Jetzt möchte Verloh aus der WG ausziehen, damit seine zehnjährigen Zwillings-Jungs und die vierjährige Tochter öfter bei ihm sein können und ihren eigenen Raum haben. Seit Mai sucht er nach einer Wohnung ab zweieinhalb Zimmern in Ottensen, Bahrenfeld oder Altona, weil seine Kinder hier zur Schule und Kita gehen. „Momentan wohne ich in einer WG, wo sie ein halbes Zimmer haben, wenn sie da sind. Doch Wohnungen mit mehr als zwei Zimmern sind generell schwer zu finden“, sagt Verloh.

Das könnte Sie auch interessieren: Miese Aussichten auf dem Wohnungsmarkt: Dramatische Zahlen für Hamburg

Der Hamburger Wohnungsmarkt ist weiterhin umkämpft, die Preise steigen: Laut einer aktuellen Studie des Immobilien-Portals „Immowelt” sind in Hamburg die Angebotsmieten innerhalb eines Jahres um 3,9 Prozent gestiegen. In der Hansestadt würden derzeit durchschnittliche Preise von 11,27 Euro pro Quadratmeter aufgerufen.

„Suche Wohnung, biete 100 Rubbellose“ steht sinngemäß auf einem Plakat im Hamburger Stadtteil Ottensen. Ein Scherz? Die MOPO hat mit Verfasser Björn Verloh gesprochen. Der 43-jährige Vater von drei Kindern sucht dringend nach einer größeren Wohnung und hat mit kreativen Anzeigen auf dem Wohnungsmarkt gute Erfahrungen gesammelt.