Gemeinsam gegen Trickbetrug – Haspa und Polizei klären auf
Das Telefon klingelt. Am anderen Ende meldet sich der Sohn – völlig aufgelöst. Er sagt, er habe einen tödlichen Autounfall verursacht. Kurz darauf übernimmt ein angeblicher Polizist das Gespräch und erklärt, der Sohn müsse ins Gefängnis – es sei denn, man zahle sofort einen hohen Geldbetrag in Höhe von mehreren zehntausend Euro. So oder so ähnlich laufen Schockanrufe meist ab. Die Täter nutzen psychologische Manipulation, um mit Angst, Druck oder Mitleid an vertrauliche Daten zu gelangen.
Kunden sollen um ihr Erspartes gebracht werden
Die Betrugsmaschen werden dabei immer ausgefeilter – nicht zuletzt durch die neuen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz. Häufig geschieht der Betrugsversuch auch über Anrufe, E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten, in denen sich professionelle Banden als vermeintliche Polizisten, Mitarbeitende von Microsoft oder der eigenen Bank bzw. Sparkasse ausgeben. Was alle Maschen eint, ist das Ziel der Kriminellen, an sensible Kundendaten zu gelangen und die Opfer um ihr Erspartes zu bringen. Und das gelingt ihnen immer wieder.
Niemals sensible Daten weitergeben
Deshalb gilt: Online Banking-Zugangsdaten, PINs oder TANs sowie Kreditkartendaten niemals im Zusammenhang mit angeblichen Testüberweisungen, Wartungsarbeiten, Sicherheits-Updates, Gewinnspielen, Rücküberweisungen oder Stornierungen eingeben. Eine Bank oder Sparkasse wird ihre Kunden niemals zur Herausgabe solcher sensiblen Daten auffordern. Im Zweifel ist es immer besser, den Kontakt zu stoppen und noch einmal direkt bei der Bank nachzufragen.
Geben Sie im Online-Banking niemals Aufträge frei, die Sie nicht selbst erfasst haben
Wenn man telefonisch aufgefordert wird, eine Überweisung oder eine Korrekturbuchung freizugeben, sollte man das Gespräch umgehend beenden.
Wichtig ist, achtsam zu sein. Banken, Behörden und seriöse Firmen fordern niemals per E-Mail oder Telefon vertrauliche Informationen an oder zu TAN-Freigaben auf.
Haspa mit erfolgreicher Betrugsprävention
Die Haspa hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Kunden zu den verschiedenen Betrugsformen zu sensibilisieren und fortlaufend über aktuelle Betrugsmaschen aufzuklären. So informiert die Haspa im Online-Banking regelmäßig über Sicherheitstipps und Betrugswellen und veranstaltet in ihren 100 Nachbarschaftsfilialen in Kooperation mit der Polizei Seminare und Workshops zur Betrugsprävention und speziell auf die ältere Zielgruppe zugeschnitten das Format „Online-Banking für Senioren“: https://www.haspa-veranstaltungen.de/
Durch die Aufmerksamkeit und das beherzte Eingreifen der speziell geschulten Mitarbeitenden konnten bei der Haspa bereits viele Fälle erfolgreich verhindert und finanzielle Schäden von den Kunden abgewendet werden. Hier kommt es der Haspa entgegen, dass sie ihre Kunden in der Regel persönlich kennt. Dieses „menschliche Banking“ ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, einen Enkeltrick und ähnliche Betrugsmaschen zu erkennen. Und auch sonst wird einiges getan, um Betrug zu verhindern. In der Sparkassenorganisation beschäftigt sich eine zentrale Stelle gezielt mit der Abwehr von Internetbetrug und auch die Haspa hat aufgerüstet und eine spezielle Einheit zur Betrugsabwehr geschaffen. Weiter Infos: https://www.haspa.de/sicherheit-im-internet
Tipps der Haspa gegen Phishing & Co.
- E-Mails und SMS von unbekannten Absendern ignorieren. Seien sie Misstrauisch, wenn Sie aufgefordert werden, einen Link anzuklicken, um dann sensible Daten einzugeben.
- Nicht auf Anzeigen von Trading-Portalen reinfallen, die mit enormen Gewinnen bei Geldanlagen locken.
- Mitarbeiter von Banken und Sparkassen fragen niemals am Telefon nach PINs, TANs oder Passwörtern.
- Seien Sie skeptisch, wenn sich jemand als Verwandter in Notlage ausgibt und um Geld bittet.
- Die Polizei setzt niemanden am Telefon unter Druck und fordert Sie zur Geldübergabe auf.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.