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Azubi-Boom bei der Haspa: Warum immer mehr junge Menschen hier arbeiten wollen

Große Gruppe mit roten Fahnen auf der Bühne des Stadtpark Open Air
Die Auszubildenden der Haspa beim Stadtpark Open Air 2026.

180 junge Menschen, gebrandete HVV-Busse und zum Auftakt einmal quer durch Hamburg: Bei der Haspa begann der neue Ausbildungsjahrgang am Dienstag nicht mit einem klassischen ersten Arbeitstag. Stattdessen ging es für die Nachwuchskräfte gemeinsam zum Stadtpark Open Air, das die Haspa über ihr Vorteilsprogramm HaspaJoker als Sponsor unterstützt. Teamspiele, Kennenlernen, Hamburg erleben und für einige von ihnen auch erst einmal in einer neuen Stadt ankommen.

Denn längst kommen nicht mehr nur Hamburgerinnen und Hamburger für ihre Ausbildung zur Haspa. 43 Prozent des neuen Jahrgangs sind von außerhalb der Hansestadt zugezogen. Insgesamt haben 180 junge Menschen ihre Ausbildung bei der Hamburger Sparkasse begonnen. Hinzu kommen 32 dual Studierende, die bereits am 1. August gestartet sind. Damit beschäftigt die Haspa inzwischen mehr als 500 Auszubildende und dual Studierende.

Und die Plätze sind begehrt wie nie.

185 Prozent mehr Bewerbungen

Seit 2023 ist die Zahl der Bewerbungen um 185 Prozent gestiegen. Bereits im März waren sämtliche Ausbildungsplätze für den neuen Jahrgang vergeben.

Das ist bemerkenswert in einer Zeit, in der viele Unternehmen dringend Nachwuchs suchen. Laut Berufsbildungsbericht der Bundesregierung bleiben bundesweit jedes Jahr zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Bei der Haspa zeigt sich dagegen die umgekehrte Entwicklung.

Eine mögliche Erklärung: Das Bild vom klassischen Bankjob verändert sich und mit ihm die Ausbildung.

„Menschen wollen gesehen werden, sie wollen wirksam sein und sie wollen wachsen. Genau darum geht es uns bei der Haspa: Menschen früh Verantwortung zuzutrauen, ihnen Raum für eigene Ideen zu geben und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen“, sagt Dr. Olaf Oesterhelweg, stellvertretender Vorstandssprecher und Personalvorstand der Haspa.

Dass sich immer mehr junge Menschen für die Haspa entschieden, sei für ihn auch eine Bestätigung des Kulturwandels innerhalb des Unternehmens.

Dazu passt eine weitere Auszeichnung: Im Sommer wurde die Haspa im Arbeitgeberranking von kununu und der ZEIT zur beliebtesten Bank Deutschlands gewählt. Branchenübergreifend landete sie auf Platz acht und war damit die einzige Bank unter den 15 beliebtesten Arbeitgebern Deutschlands.

Vom Azubi zur Filialleitung

Auch bei der Ausbildung selbst setzt die Haspa darauf, Nachwuchskräften früh Verantwortung zu übertragen. In einer eigenen Azubi-Filiale führen Auszubildende den Standort zeitweise selbst, bis hin zur Filialleitung.

Gearbeitet und gelernt wird sowohl im modernen Deutschlandhaus am Gänsemarkt als auch in den Nachbarschaftsfilialen in den Hamburger Stadtteilen, nah an den Menschen und mitten im Kiez. Dazu erhalten die Auszubildenden eine digitale Ausstattung mit Apple-Geräten, die sie auch privat nutzen können.

Wer über Hamburg hinaus Erfahrungen sammeln möchte, kann während der Ausbildung außerdem für mehrere Wochen ins Ausland gehen. Die Kosten dafür übernimmt die Haspa. Hinzu kommen 36 Urlaubstage, alternativ kann ein Teil davon gegen eine höhere Vergütung getauscht werden. Bei dual Studierenden übernimmt die Haspa die Studiengebühren und zahlt zusätzlich monatlich 200 Euro für Lernmaterialien.

Neu in Hamburg und direkt ein Zuhause

Eine Herausforderung bleibt allerdings gerade für diejenigen, die neu in die Stadt kommen: der Hamburger Wohnungsmarkt.

Wenn 43 Prozent eines Ausbildungsjahrgangs von außerhalb kommen, muss schließlich nicht nur ein Arbeitsplatz gefunden werden, sondern auch eine bezahlbare Wohnung.

Darauf reagiert die Haspa inzwischen selbst. Unter dem Namen „Young Urban Living by Haspa“ stellt sie Nachwuchskräften eigene Apartments in Altona zur Verfügung, in denen auch Auszubildende anderer Hamburger Unternehmen wohnen können. Rund um den Ausbildungsstart ziehen dort 36 neue Auszubildende und dual Studierende der Haspa ein.

Die Wohnungen sollen vor allem jungen Menschen den Start erleichtern, die für Ausbildung oder Studium neu nach Hamburg kommen. Gerade in einer Stadt, in der bezahlbarer Wohnraum für Berufseinsteiger knapp ist, kann das den Einstieg deutlich einfacher machen.

Der Abschluss ist erst der Anfang

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung öffnen sich bei der Haspa viele weitere Türen. Er kann der Startschuss für den nächsten Karriereschritt sein.

Dafür hat die Haspa in den vergangenen Jahren auch ihre Traineeprogramme ausgebaut. Statt zehn gibt es inzwischen 20 Plätze. Individuelle Entwicklungsprogramme, berufsbegleitende Studienmöglichkeiten und unterschiedliche Karrierewege sollen Nachwuchskräften langfristige Perspektiven eröffnen.

Für die 180 neuen Azubis ist das allerdings noch Zukunftsmusik. Jetzt beginnt für sie erst einmal ein neuer Lebensabschnitt, mit neuen Aufgaben, neuen Kollegen und jeder Menge Möglichkeiten.