Während die Hamburger CDU dabei ist, ihre Führungsmannschaft zu köpfen (siehe oben), wird in Berlin mit dem Finger auf Ex-Bürgermeister Ole von Beust gezeigt. Er, so Bundeskanzlerin Angela Merkel indirekt, habe Schuld an dem miesen Wahlergebnis der Union.
Sein Rückzug habe „viele Wähler sicherlich enttäuscht“, so Merkel gestern. Die vielen Personalveränderungen sowie die schwierige programmatische Lage im Zusammenhang mit der Schulpolitik hätten zu einem Vertrauensverlust geführt. Ole von Beust hingegen entzog sich den Schuldzuweisungen der Parteifreunde. Er weilte am Wahltag gar nicht in Hamburg. Die ehemalige Lichtgestalt der Hamburger CDU stand seiner Partei in schwerster Stunde nicht bei. Die auf ihn gerichteten Zeigefinger wollte er sich wohl ersparen.