Er wurde für seine Garderobe verspottet, wegen seiner Glamour-Fotos ausgelacht und für seine Politik heftig kritisiert: Das alles steckt Christoph Ahlhaus (CDU) weg. Nur eines findet der Bürgermeister gemein: Wenn ihm wegen seiner Heidelberger Herkunft die Hamburg-Kompetenz abgesprochen wird.
Doch ein Blick auf seine Homepage (www.christophahlhaus.de) scheint alle bösen Vorurteile zu bestätigen: Dort hat die Köhlbrandbrücke plötzlich vier statt zwei Pylone.
Autsch! Dabei soll die Seite, die einen jung-dynamisch inszenierten Ahlhaus neben Hamburger Wahrzeichen zeigt, doch eigentlich die Botschaft vermitteln: Ich bin Hamburger durch-und-durch, ich kenne mich hier aus.
Ist die doppelte Brücke also eine unglückliche Panne – oder steckt eine politische Botschaft dahinter? Will Ahlhaus die Elbe nicht nur vertiefen, sondern auch den Köhlbrand verbreitern?
Nein, das war keine Absicht, heißt es zerknirscht in der CDU, die auf einen kostengünstigen Selfmade-Wahlkampf setzt. Die Internetseite hat aber ein freier Webdesigner gebaut.
Und irgendwie passt die Panne ja sogar zu den Umfragewerten der Partei.
Wahlkampfmanager Gregor Jaecke nimmt die Sache dennoch mit Humor: „Ich kann alle beruhigen. Die Köhlbrandbrücke bleibt auch unter der CDU, wie sie ist!“ (mn/flo)