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Teuerstes Haus im Norden: Warum diese alte Hütte 11,2 Millionen wert ist

Die teure Immobilie wirkt von außen eher schlicht.

Moos bedeckt das Dach, der Garten ist eine Rasenfläche – die teure Immobilie wirkt von außen eher schlicht.

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Sylt -

Die Immobilie wirkt eher unscheinbar: der Garten eine große öde Rasenfläche, auf dem Dach wächst Moos, die Küche zieren Blümchenfliesen. Doch das Häuschen  steht in Keitum auf der Insel Sylt – und dort kostet so was eben ein bisschen mehr; 11,25 Millionen Euro will der Makler für das 2000-Quadratmeter-Grundstück mit dem 160-Quadratmeter-Backsteinbau haben.

Das entspricht einem Preis von etwa 70.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für den Bau aus den 60er Jahren. Im Wohnzimmer zieren dunkelblaue Wandteller die Wände, die Treppenstufen ins Obergeschoss sind mit Teppich überzogen. Alles in allem sehr rustikal.

Direkt hinter dem Haus liegt das Wattenmeer.

Direkt hinter dem Haus liegt das Wattenmeer. Die Aussicht ist traumhaft.

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Wie kommt also der hohe Preis zustande? Makler Peter Peters, der das Haus auf seiner Internetseite zum Verkauf anbietet, begründet ihn so: „Das Haus hat eine sensationelle Lage. Der Ausblick auf das Watt mit Ebbe und Flut ist so, als würde man jeden Tag ein Gemälde sehen.“ Er bezeichnet das Anwesen als „Liebhaberstück“, vergleicht die Investition mit der in einen Ferrari oder ein teures Collier. „Es hat einen ideellen Wert.“

Aktuell wird wohl kein Haus dieser Größe im Norden teuerer gehandelt. Auf der Insel gebe es laut Peters allerdings „einige solcher Objekte“. Er weiß von Immobilien, die noch teurer verkauft wurden. „Ich habe schon Häuser für mehr als 20 Millionen Euro verkauft.“ Meist sind es Prominente oder wohlhabende Unternehmer, die sich solche Luxushäuser zulegen.

Die Noch-Eigentümer und der Makler hoffen, dass sich ein Liebhaber findet, der die „Immobilienperle“ saniert und im gleichen Stil erhält. Der Käufer könnte das Haus nämlich auch abreißen. Ein Reetdachhaus mit 270 Quadratmetern und bis zu acht Zimmern könnte an der Stelle gebaut werden.

Peters ist sicher, das Haus bald einem neuen Eigentümer übergeben zu können. Denn: „Auf Sylt wurde bisher jede Immobilie gekauft.“