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Skandinavienkai in Travemünde: Schiffskollision: Ursache weiter unklar

Die Nils Holgersson kracht seitlich in eine Scandlines-Fähre.
Die "Nils Holgersson" kracht seitlich in eine Scandlines-Fähre.
 Foto: Volker Schimonek

Nach der Schiffskollision in Travemünde ist die Bergung der auf Grund gelaufenen Fähre "Urd" am Freitag fortgesetzt worden.

Das Leck wurde in der Nacht mit Stahlplatten abgedichtet, so eine Sprecherin des Havariekommandos. Am Morgen sei Wasser aus dem Schiff gepumpt worden. Dadurch steige es pro Stunde um 15 Zentimeter.

Wenn die "Urd" wieder schwimmt, soll es zur Reparatur in eine Werft gezogen werden.

Die Fähre der dänischen Reederei Scanlines war an ihrem Liegeplatz am Skandinavienkai am Donnerstagabend von dem Passagierschiff „Nils Holgersson“ gerammt worden. Die Unfallursache war zunächst unklar. Die Wasserschutzpolizei ermittle, auch menschliches Versagen könne nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher.

Eigentlich hatte das mit 63 Passagieren besetzte Passagierschiff in einem Wendebecken vor den Anlegern drehen sollen, um dann rückwärts an den Kai zu fahren. Warum es geradeaus fuhr, ist zu klären. Menschen waren nicht verletzt worden.

Die „Urd“ war zum Unfallzeitpunkt gerade be- und entladen worden. Plötzlich nährte sich das Passagierschiff der Lübecker TT-Line-Reederei und rammte die 20 Meter kürzere Fähre. Die sank mit dem Bug auf Grund, nachdem es den Einsatzkräften nicht gelang, ein drei mal drei Meter großes Loch im Rumpf zu schließen. Die elf Jahre alte „Nils Holgersson“ wurde weniger stark beschädigt.

Die Feuerwehr, die anfangs mit mehr als 150 Mann im Einsatz war, legte vorsorglich Ölschlangen bereit. Es trat jedoch kein Öl aus. Zur Höhe des Schadens konnte die Polizei am Freitag noch keine Angaben machen.

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