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Landgericht Itzehoe: Mord an Rentnerin: Täter bekommt lebenslänglich

Symbolfoto Gericht
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 Foto: dpa

Wegen Raubmord hat das Landgericht Itzehoe am Mittwoch einen 25-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Schwurgerichtskammer befand den ehemaligen Kurierfahrer aus Hamburg für schuldig, am Ostermontag 2011 in Elmshorn im Kreis Pinneberg eine Rentnerin getötet zu haben.

Anschließend war der Angeklagte mit Schmuck Bargeld seines 78 Jahre alten Opfers geflüchtet. Mit ihrem Urteil folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte für ihren Mandanten eine sechsjährige Freiheitsstrafe für ausreichend gehalten. Sie wertete die Bluttat rechtlich als Körperverletzung mit Todesfolge, sagte ein Gerichtssprecher.

Der Angeklagte hatte vor Gericht ein Geständnis abgelegt. Darin hatte er den Überfall und die Attacke zugegeben. Er behauptete jedoch, dass sein Opfer noch lebte, als er das Haus verließ. Nach seinen Angaben war er am Ostermontag nach durchzechter Nacht ohne Geld mit der S-Bahn unterwegs gewesen. In Elmshorn habe er gegen 6.30 Uhr den Zug verlassen und zwei Frauen verfolgt. Dabei sei er an dem Sechs-Parteienhaus vorbei gekommen, in dem sein Opfer wohnte.

Unter dem Vorwand, telefonieren zu wollen, habe er die Rentnerin damals an der Terrassentür angesprochen. Als sie den kleinwüchsigen Mann nicht freiwillig in ihre Wohnung ließ, griff er sie an und attackierte sie dermaßen brutal, dass sie starb. Anschließend durchwühlte der 25-Jährige die Räume nach Wertgegenständen und verließ die Wohnung durch die Haustür. Seine Beute: 1100 Euro und wertvoller Schmuck.

Die Tote war erst zwei Tage später von der Tochter entdeckt worden. Ihre Mutter lag im Schlafzimmer, begraben unter einer Truhe und einem Stuhl, erinnerte sie sich als Zeugin vor Gericht. Nach Aussagen einer Rechtsmedizinerin wie die Leiche mehrere Blutungen und Schwellungen im Kopfbereich, ein Schädel-Hirn-Trauma sowie zahlreiche Unterblutungen am gesamten Körper auf.

Nach der Tat hatten die Ermittler trotz einer Belohnung von 10 000 Euro wochenlang im Dunkeln getappt. Erst knappe drei Monate später am 5. Juli brachte der Tipp eines Kumpels die Kripo auf die Spur des Angeklagten. Dem 25-Jährigen war sein Redebedürfnis zum Verhängnis geworden. Er hatte einem Freund den Mord in fast sämtlichen Details geschildert. Dieser kam mit diesem Wissen auf Dauer nicht klar und offenbarte sich Wochen später der Polizei.

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