Für den Abriss einer Lagerhalle der Hells Angels muss das Land Schleswig Holstein jetzt Schadensersatz zahlen. Die Eigentümerin der Halle, Lebensgefährtin eines der Rocker, hatte die Forderung gestellt. Das „Flensburger Tageblatt“ zitierte den Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig Heinz Döllel mit den Worten „Der Anspruch ist jetzt anerkannt“. Unklar sei aber noch, ob die volle Forderung von mehreren hunderttausend Euro erfüllt werde. Die Prüfung, welche Summe ausgezahlt wird, soll in etwa zehn Tagen abgeschlossen sein.
Spezialisten der Polizei hatten nach einer Razzia im Mai 2012 in der Lagerhalle für Tätowierbedarf die Leiche des vermissten Türken Tekin Bicer (47) aus Kiel-Gaarden gesucht. Dazu war zunächst das Fundament zersägt worden, später die gesamte Konstruktion abgetragen worden. Gefunden wurde allerdings nichts. Ein Rocker-Aussteiger hatte der Staatsanwaltschaft gesagt, Bicer sei ermordet und seine Leiche in Altenholz vergraben worden. Sein Wissen beruhte aber nach eigenen Angaben nur auf Hörensagen.
Polizisten vor der Lagerhalle in Kiel. Hier wird die Leiche des damals 47 Jahre alten Tekin Bicer vermutet.
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