So, jetzt war Halloween, damit hat sie nun offiziell begonnen, die schönste Dekozeit des Jahres. Teelichter in Form winziger Kürbisse sind ja nur der Anfang. Frauen gehen jetzt in den Keller: Lichterketten-Alarm!
Wird ja nun früher dunkel, da kann man schon mal die ersten Leuchtobjekte um das Fenster drapieren. Die Lampe, Laubsägearbeit mit rotem Seidenpapier, könnte auch demnächst ihren saisonalen Platz neben dem Fernseher einnehmen.
Schwiegermutter, die das Ding auf einem Kirchenbasar erstanden hat, legt gesteigerten Wert darauf, ihr Geschenk jedes Jahr in Aktion zu sehen („Schönes Licht, nicht?“).
Die Haustür war die längste Zeit des Jahres nackt, jetzt kommt da der herbstliche Kranz ran, Modell „Erntedank“ mit Beeren, Blättern und Gedöns. Und nur der tadelnde Hinweis des Mannes („Das sind Grabgestecke“) hält die Frau davon ab, so ein immergrünes Ensemble mit Stechpalmenzweig für den Wohnzimmertisch zu erstehen.
Die Kastanienviecher der Kinder schrumpeln auf der Fensterbank, bald zieht die Frau Wattebäusche auf Fäden und simuliert Indoor-Schneefall. Der weibliche Deko-Zug nimmt jetzt allmählich Fahrt auf. Männer gehen am besten einfach in Deckung. Sonst kommen sie unter die Räder.