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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 5.12.2012

Zweitliga-Experte bei „Sport1“: Kult-Trainer Peter Neururer: „Frontzeck passt zum Kiez“

Von Buttje Rosenfeld
Ex-Bundesligatrainer Peter Neururer zieht in der MOPO für den FC St. Pauli eine Hinrundenbilanz.
Ex-Bundesligatrainer Peter Neururer zieht in der MOPO für den FC St. Pauli eine Hinrundenbilanz.
Foto: Witters

Er galt in Fußball-Deutschland als Feuerwehrmann, ist derzeit Zweitliga-Experte bei „Sport1“. In der MOPO zieht Ex-Bundesligatrainer Peter Neururer für St. Pauli eine Hinrunden-Bilanz.

MOPO: St. Pauli atmet nach dem 1:0 über Kaiserslautern auf. Hätte man sich sonst Sorgen machen müssen?

Peter Neururer: Nein! Ich habe schon vor dem Spiel festgestellt, dass die Gefahr abzusteigen gleich null ist.

Was macht Sie so sicher?

Einzelne Spieler und das Umfeld, vor allem die fantastischen Fans.

Geht noch was nach oben?

Leider nicht. Das hat weniger mit dem punktemäßigen Abstand zu den ersten drei Teams zu tun, als mit der Tatsache, dass zu viele Mannschaften dazwischen liegen. Sind es ein, zwei oder drei, geht das vielleicht noch. Aber jetzt sind es acht. Das schafft man nicht mehr.

Welcher Kiezkicker beeindruckt Sie am meisten?

Fabian Boll! Das ist ein richtig guter Typ, der auf dem Platz immer vorneweg marschiert. Er ist zwar nicht der beste Fußballer aller Zeiten, bringt aber immer 100 Prozent Leistung.

Was halten Sie vom Trainer?

Eines vorweg: Ich bin nicht enttäuscht, aber traurig, dass ich nicht Trainer am Millerntor geworden bin. Ich bin seit vielen Jahren großer Fan des Klubs. Zu Michael Frontzeck: Der passt zu 100 Prozent zu St. Pauli und dem Kiez. Denn er ist absolut authentisch, war selbst erfolgreicher Spieler und bringt das, was er sich vorstellt, eins zu eins rüber. Er wird mit St. Pauli nicht nur kurzfristige Ziele erreichen.

Wer steigt auf?

Hertha und Kaiserslautern – die haben Erstliga-Mannschaften. Der Weg von Braunschweig ist bislang sensationell. Aber die Eintracht bleibt nur dann oben, wenn sich nicht zu viele Stammkräfte verletzen. Die ersten 13 sind sehr gut. Aber die Spieler, die danach kommen, können solche Ausfälle nicht kompensieren.

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