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Vizepräsident Jens Duve: St. Pauli: „Wir machen unsere Stars selbst“

St. Paulis Vizepräsident Jens Duve (l.) im Gespräch mit MOPO-Reporter Buttje Rosenfeld am Strand im türkischen Belek.
St. Paulis Vizepräsident Jens Duve (l.) im Gespräch mit MOPO-Reporter Buttje Rosenfeld am Strand im türkischen Belek.
 Foto: WITTERS

Als Kapitän wurde er beim FC St. Pauli früher „Chef“ genannt. Jetzt, im Präsidium, ist Jens Duve „nur“ Vize, hat aber dennoch großen Einfluss. Die MOPO traf den 50-Jährigen in Belek.

MOPO: Warum sind Sie hier?
Jens Duve: Ich suche die Nähe zur Mannschaft, was ich in der Vergangenheit vernachlässigt habe. Es ist wichtig, ein Gespür für das Ganze zu bekommen, und ich kann in Ruhe Gespräche führen.

Was wollen Sie in den wenigen Tagen bereden?
Wir haben einiges vor, wollen unsere Strukturen weiterentwickeln.

Welche zum Beispiel?
Zunächst müssen wir nach dem Ausscheiden von Stefan Studer unsere Scouting-Abteilung neu ordnen. Er war quasi Alleinunterhalter. Die Frage für uns: Stellen wir erneut einen Chefscout ein, oder wählen wir eine dezentrale Variante mit vielleicht vier Scouts, die in verschiedenen Regionen arbeiten.

Weitere Themen?
Wir wollen das Nachwuchsleistungs-Zentrum erweitern, mehr Juniorenteams an die Kollaustraße bekommen, unsere Stars selbst machen. Wir geben uns mit den drei Zertifikations-Sternen des DFB nicht zufrieden und denken daran, dem Sportlichen Leiter Joachim Philipkowski, der ja noch die U19 trainiert, jemanden an die Seite zu stellen. Und es gibt noch ein drittes Thema, über das ich mit Rachid Azzouzi und Michael Frontzeck sprechen möchte.

Erzählen Sie mal bitte!
Wir haben den Bereich „Medical Partners“ neu ausgeschrieben. Wir wollen uns da inhaltlich und wirtschaftlich verbessern. Da geht es nicht nur um die Profis, sondern auch um die Nachwuchsmannschaften.

Sind die bisherigen Ärzte, Dr. Lütten und Dr. Holz, damit raus?
Wir haben sie über unsere Pläne schon informiert. Aber es gibt mit dem Unfallkrankenhaus Boberg, der Schön-Klinik Eilbek und der Endo-Klinik Mitbewerber, die ebenfalls mit dem Herzen dabei wären.

Wie sehen die sportlichen Planungen aus?
Michael Frontzeck und Rachid Azzouzi, die für mich die richtigen Leute in den richtigen Positionen sind, haben ihre Ideen. Die hören wir uns an. Die beiden wissen, dass wir mit jungen, talentierten Spielern den Weg der offenen Tür gehen wollen. Dieser Weg ist bei uns für die Jungs leichter als in Wolfsburg oder beim HSV. Das sieht man ja auch daran, dass hier in Belek mit Bieren, Startsev und Kulikas drei Talente in unserem Profi-Kader dabei sind.

Bleibt Torjäger Daniel Ginczek über die Saison hinaus?
Wir werden wirklich alles dafür tun. Aber das hängt nicht nur von uns ab, sondern auch vom Spieler und Borussia Dortmund.

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