Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

St Pauli
Der FC St. Pauli bei der MOPO: News, Interviews, Ergebnisse und Spielberichte zum Hamburger Kiezklub.

MOPOSportSt Pauli
Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 

Unverkäuflich: Retter in höchster Not! Der Pfosten ist St. Paulis 12. Mann

Leistungsträger: Der Pfosten hat den Kiezkickern in dieser Saison schon oft geholfen.  Ein Standfußballer im besten Sinne.
Leistungsträger: Der Pfosten hat den Kiezkickern in dieser Saison schon oft geholfen. Ein Standfußballer im besten Sinne.
 Foto: Witters

Er war einer der Helden beim Sieg gegen die zuvor ungeschlagenen „Roten Teufel“ vom Betzenberg, hatte nicht nur drei Mal in allerhöchster Not gerettet, sondern auch noch das Siegtor vorbereitet.

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison sicherte er St. Pauli wichtige Punkte und wurde dafür von Keeper Philipp Tschauner „ein paar Mal geküsst“. Er, der Pfosten.

Es ist allerhöchste Zeit, ihn gebührend zu würdigen für seine Dienste für die Kiezkicker, denn er kommt trotz seiner stolzen Größe von 2,44 Metern bei den Lobeshymnen meist zu kurz.

Rumms! Dong! Boing! Ob Kallas tückischer Querschläger, Borysiuks Hammer oder Idrissous Kopfball – der Pfosten war gegen Kaiserslautern immer auf dem Posten. Ein Standfußballer im besten Sinne.

Überragend in der Defensive, setzte er gegen die Lauterer sogar offensiv entscheidende Akzente, spielte vor dem 1:0 cool Doppelpass mit Sturmtank Ginczek, der sichtlich überrascht war.

„Ich bin es gewohnt, unterschätzt zu werden“, sagt der lange Schlaks in einem seiner seltenen Interviews. „Aber die Mannschaft weiß, dass sie sich auf mich verlassen kann.“ Schon zehn Mal in dieser Saison rettete der Pfosten zusammen mit der Latte die Kiezkicker vor einem Gegentor. So oft wie bei keinem anderen Team in Liga zwei.

„Das ist natürlich schön für uns“, sagt Sportchef Rachid Azzouzi mit einem Schmunzeln. „Mir wäre es allerdings lieber, wenn wir ihn nicht so oft bräuchten.“ Dennoch ist der Pfosten bei St. Pauli gesetzt. Als inoffizieller 12. Mann. Unverkäuflich. Denn er ist ein Musterprofi. Robust, bodenständig, pflegeleicht, bescheiden, treu und absolut loyal. Er ist günstig verpflichtet worden, kostet keinen Cent Gehalt.

Und dennoch werden der Pfosten und seine Artgenossen oft mit Füßen getreten. Von frustrierten Stürmern. „Klare Tätlichkeiten, die nie geahndet werden. Wir haben einfach keine Lobby bei den Schiris“, klagt er. Noch wütender macht ihn das Mode-Schimpfwort „Vollpfosten“. Damit werde „ein Qualitätssiegel unserer Branche missbraucht“.

Bei St. Pauli fühlt er sich respektiert. Einen anderen Arbeitgeber kann er sich nicht vorstellen. „Ich fühle mich am Millerntor pudelwohl, mache mich für den Klub gerne gerade. Freiwillig werde ich St. Pauli niemals verlassen. Man müsste mich schon wegtragen.“

Weitere Meldungen St Pauli
Fabian Boll trug jahrelang die Nummer 17, welche zu seinem Markenzeichen geworden ist.

Ob das eine kluge Entscheidung gewesen ist? Anders als angekündigt hat der FC St. Pauli die Trikotnummer von Kiezklub-Held Fabian Boll (36) bereits wieder vergeben.  mehr...


Oke Göttlich ist angetreten, um den FC St. Pauli umzukrempeln. Und er und seine Mitstreiter können sich nach neun Monaten rühmen, sehr vieles richtig gemacht zu haben.   mehr...

Marcel Halstenberg posiert mit seinem neuen Trikot.

Es ist ein schwerer Schlag für den FC St. Pauli, auch wenn er finanziell vergütet wird. Marcel Halstenberg verlässt den FC St. Pauli, wechselt zum Brause-Klub RB Leipzig. Was die MOPO bereits exklusiv am Sonntag vermeldete, wurde am Montag offiziell verkündet.  mehr...

comments powered by Disqus

Wählen
Aktuelle St. Pauli-Videos
Abnehmen mit Fitmio

Zur mobilen Ansicht wechseln