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Thy ist ein Gewinner: St. Pauli: Frontzecks Belek-Bilanz

Nach seiner ersten Vorbereitung auf eine Halbserie im türkischen Belek zieht St. Paulis Trainer Michael Frontzeck ein positives Fazit.
Nach seiner ersten Vorbereitung auf eine Halbserie im türkischen Belek zieht St. Paulis Trainer Michael Frontzeck ein positives Fazit.
Foto: WITTERS

In den zurückliegenden neun Tagen war Michael Frontzeck mit den Profis des FC St. Pauli im türkischen Belek, um sich auf die sportlichen Herausforderungen in der Zweiten Liga vorzubereiten. In der MOPO zieht der 48-jährige Trainer eine Bilanz, spricht über …


… die Arbeitsbedingungen: Sie waren sehr gut. Ich habe selten in einem Trainingslager bessere Fußballplätze gesehen. Selbst wenn es länger geregnet hat, war der Rasen immer fest.


… das Engagement seiner Spieler: Es wäre ja traurig, wenn es bei Einsatz, Bereitschaft und Leidenschaft ein Problem gäbe. Die Mannschaft hat in den vergangenen drei Wochen – in Hamburg und in Belek – die Grundlage für die restlichen 15 Spiele dieser Saison gelegt. Wir gehen topfit in Rückrunde.


… den fußballerischen Zustand seiner Mannschaft: Wir haben viele spezielle Spielformen trainiert und drei Testspiele absolviert. Wie die Spiele ausgehen, ist nicht wesentlich. Unsere Ergebnisse in der Vorbereitung waren gut, aber dafür kannst du dir nichts kaufen, wenn dann die Punktspiele verloren gehen. Für mich war wichtig: Die Richtung stimmt! Beim 1:0 gegen Austria Wien haben wir eine verdammt starke Leistung geboten, das hat richtig gut ausgesehen.


… die bisherige Torflaute: Das zu ändern, ist ein schwieriger, langwieriger Prozess. Das geht nicht von heute auf morgen. Du kannst nur versuchen, dir die Sicherheit vor dem Tor in speziellen Trainingsformen und Testspielen zu holen. Aber man kann da eben nicht den Wettkampf simulieren.


... die Offensivbemühungen: Die Jungs haben sich in der Meisterschaft eine Vielzahl von Chancen herausgespielt – nach Berlin und Braunschweig die meisten. Das ist eine gute Voraussetzung. Aber wir müssen mehr Killerinstinkt zeigen. Die Jungs sollen sich endlich für ihren Aufwand belohnen.


… einen Gewinner der Vorbereitung: Lennart Thy, der ja verletzt war, als ich kam, ist jetzt bei 100 Prozent. Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ich habe ihn oft auf der Außenbahn eingesetzt. Aber am wohlsten fühlt er sich im Sturmzentrum. Da ist er eine Alternative.


… die Azubis Mitja Bieren, Andrej Startsev und Laurynas Kulikas: Sie haben eine tolle Erfahrung gemacht, waren wach und aufmerksam, haben eine gute Perspektive. Sie sollen aber weiter in ihren Nachwuchsteams spielen.


… mögliche Positionswechsel: Als ich kam, wusste ich noch nicht, dass Jan-Philipp Kalla ursprünglich Innenverteidiger ist. Da wir nur drei Gelernte auf dieser Position haben, habe ich jetzt eine Alternative mehr. Was „Schnecke“ angeboten hat, war sehr gut. Florian Bruns ist universell einsetzbar – im Mittelfeld hat er außen oder in der Zentrale gespielt. Ich wollte ihn mal hinten links sehen. Das war sehr ansprechend.


… die angeschlagenen Fabian Boll, Daniel Ginczek und Kevin Schindler: Ich denke nicht, dass es schwerwiegende Verletzungen sind. Auch Boll läuft nach dem ersten Schock schon wieder. Seine Muskelverletzung ist nicht so schlimm, hat nichts mit der Sache zu tun, die ihn zuletzt außer Gefecht gesetzt hatte.


… den FC Nordsjaelland, Dänemarks Meister, am Sonnabend Gegner im letzten Härtetest: Das ist eine Topmannschaft, die in der Champions League gespielt hat. Eine echte Herausforderung für uns. Aber auch hier interessiert mich das Ergebnis wenig.

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