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Testspiel-Sieger: St. Paulis Gogia im Aufwärtstrend

St. Paulis Akaki Gogia (l.) und Marius Ebbers bejubeln den Treffer zum 3:0.
St. Paulis Akaki Gogia (l.) und Marius Ebbers bejubeln den Treffer zum 3:0.
Foto: dpa

Als er den Ball in der 71. Minute im Spiel gegen den FC Nordsjaelland erst über den einen, dann über den nächsten Dänen gelupft hatte, um die Kugel schließlich in den Fuß eines Kollegen zu passen, bekam Andy Gogia diverse „Aaahs“ und Ooohs“ plus Szenenapplaus. Der Flügelflitzer des FC St. Pauli befindet sich deutlich auf dem aufsteigenden Ast.

Gogia war beim in allen Belangen überzeugenden 3:1-Sieg der Hamburger gegen den dänischen Meister die prägende Figur auf dem Platz. „Er hat mir sehr gut gefallen“, lobte Trainer Michael Frontzeck den 21-Jährigen, und auch Abwehr-Kante Florian Mohr hatte warme Worte für die Wolfsburg-Leihgabe übrig: „Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Schon im Trainingslager in Belek war er sehr auffällig.“

Gogias „starke Voraussetzungen“ (Frontzeck) waren in der Hinrunde nicht jedem Beobachter offenbar geworden. „Im einen oder anderen Segment übertreibt er es ein bisschen“, weiß sein Coach, der dem gebürtigen Georgier im Vier-Augen-Gespräch seinen Anspruch mitgeteilt hatte: „Er hat gesagt, dass ich effektiver werden muss.“

Und der ehemalige U19-Nationalspieler des DFB hat sich des Übungsleiters Worte offenbar zu Herzen genommen. Gegen Nordsjaelland beließ es Gogia bei Karo einfach, wenn es nötig war, und zog seine Technik-Trümpfe nur, wenn es passte. Auf der linken Bahn war er Initiator etlicher gefährlicher Szenen, glänzte in der Ballgewinnung und hatte Pech mit gleich drei Aluminiumtreffern. „Ein Tor wäre schön gewesen, aber das ist mir nicht so wichtig“, sagte Gogia. „Eine Vorlage tut es zur Not auch.“

Sprach’s und grinste über das ganze Gesicht. Er hatte registriert, dass der Tag gut gelaufen war. „Aber nicht nur bei mir, sondern bei der ganzen Mannschaft“, fügte Gogia an – und niemand zog die Aussage in Zweifel. Trotz etlicher Ausfälle (Frontzeck: „Der Kader war schon knapp bemessen“) hatte man als Betrachter durchgehend das Gefühl, dass da eine homogene Einheit auf dem Platz steht. Dänemarks Champions-League-Teilnehmer wurde in den 90 Minuten nur eine Chance gestattet, die Marlondes prompt nutzte (79.). Da hatten Marius Ebbers (53., 73.) und Marcel Andrijanic (72.) St. Paulis Überlegenheit in allen Belangen aber schon mittels Treffern Ausdruck verliehen.

Frontzecks Fazit: „Was wir mitnehmen können, ist, dass wir für Cottbus am Sonntag gut gerüstet sind.“

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