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St. Paulis neuer Coach: So lief Michael Frontzecks erster Arbeitstag

Michael Frontzeck bei seiner ersten Trainingseinheit als neuer St. Pauli-Coach
Michael Frontzeck bei seiner ersten Trainingseinheit als neuer St. Pauli-Coach
 Foto: dpa

Strahlender Sonnenschein am ersten Arbeitstag. Was will man mehr? Bei herrlichem Herbstwetter hat St. Paulis neuer Coach Michael Frontzeck am Montag seine erste Einheit geleitet. Die MOPO dokumentiert den Start des „Hoffnungstrainers“, bei dem viel geredet wurde – und viel gelacht.


12 Uhr: Michael Frontzeck fährt auf das Trainingsgelände an der Kollaustraße, drei Stunden vor Trainingsbeginn.


12.10 Uhr: Co-Trainer Timo Schultz zeigt dem neuen Coach die Räumlichkeiten, die aus Containern bestehen und führt ihn über die im Bau befindliche Anlage. „Hier ist vieles improvisiert, aber es sind vernünftige Bedingungen“, wird Frontzeck später sagen. „Wir haben zwei gute Plätze.“ Und wichtig ist bekanntlich auf’m Platz.


13 Uhr: Ausführliche Besprechung mit seinen Co-Trainern Schultz und Mathias Hain, Sportchef Rachid Azzouzi, den Physios sowie den U23-Trainern Jörn Großkopf und Zlatan Bajramovic. „Eine gute Kommunikation untereinander ist das A und O“, so Azzouzi.


14.30 Uhr: Frontzeck geht in die Container-Kabine, wo sich bereits die Spieler umziehen. Er führt einige kurze Einzelgespräche.

Michael Frontzeck hält eine kurze Ansprache an die Mannschaft.
Michael Frontzeck hält eine kurze Ansprache an die Mannschaft.
 Foto: WITTERS


14.55 Uhr: Der neue Übungsleiter hält eine kurze Ansprache an die Mannschaft.


14.59 Uhr: Die Mannschaft verlässt den Container und geht an den lärmenden Baggern und den rund 100 Schaulustigen und Medienvertretern vorbei Richtung Trainingsplatz. Frontzeck schreitet nicht voran oder hinterher – er ist mittendrin.


15.10 Uhr: An der Seite von „Co“ Timo Schultz verfolgt der neue Chef aufmerksam das Aufwärmprogramm von Fitnesstrainer Timo Rosenberg, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, einen zusammengerollten Zettel in der Hand.


15.25 Uhr: Frontzeck winkt den lange verletzten Lennart Thy herbei, wechselt ein paar Worte, klopft ihm aufmunternd auf die Schulter.


15.33 Uhr: Ballübungen. Frontzeck ist ganz nah dran, sucht immer wieder das Gespräch. Hier eine Korrektur, dort ein Scherz. Überhaupt: Es wird viel gelacht an diesem Nachmittag. „Die Jungs sollen wieder Spaß haben im Training“, sagt Azzouzi.


16 Uhr: Leibchen fürs Trainingsspiel werden verteilt. Frontzeck gibt kurze Anweisungen, dann geht’s los. Konzentriert und größtenteils schweigend verfolgt er das Geschehen, nippt immer wieder an der Trinkflasche mit Apfelschorle. „Ja, gut so!“, lobt er ein ums andere Mal.


16.20 Uhr: Stürmer Mahir Saglik schlenzt den Ball in den Winkel. Frontzeck nickt anerkennend.


16.30 Uhr: Ein Blick auf die Uhr. Schluss. Frontzeck schickt das Team zum Auslaufen, macht eine kurze Manöverkritik mit Schultz und Hain.


16.33 Uhr: Frontzeck verlässt den Rasen. Er trägt die Hütchen. Geduldig schreibt er ein paar Autogramme.


16.35 Uhr: Interviews. „Zügig, Männer! Mir ist sehr kalt“, sagt er freundlich aber bestimmt. Wie es gewesen sei, erstmals nach 18 Monaten ein Training zu leiten. „Ein fantastisches Gefühl“, sagt er und strahlt. Sein erster Eindruck vom Team? „Die Mannschaft macht einen lebendigen Eindruck.“ Zwei Wochen hat er bis zum nächsten Spiel Zeit, die Spieler kennen zu lernen – und umgekehrt. Er sei optimistisch, dass es bald aufwärts gehe. „Hier ist nichts passiert, was man nicht korrigieren kann.“ Sein Job.

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