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St. Pauli-Stürmer mit Fairplay: Ebbers und das Hand-Tor: „Engelchen hat sich durchgesetzt“

Hier jubelt Marius Ebbers noch! Kurz danach gab er zu, das er bei seinem zunächst gegebenen Treffer die Hand zur Hilfe genommen hat.
Hier jubelt Marius Ebbers noch! Kurz danach gab er zu, das er bei seinem zunächst gegebenen Treffer die Hand zur Hilfe genommen hat.
 Foto: WITTERS

Es war eine Szene, die in jedem Saisonrückblick ihren festen Platz haben wird. Und vermutlich wird St. Paulis Stürmer Marius Ebbers noch bis an sein Lebensende davon erzählen müssen, denn nicht nur für Union-Coach Uwe Neuhaus ist er jetzt schon „der Spieler des Jahres“.

Es steht 1:1 gegen Union Berlin. In der 80. Minute hatte der 34-Jährige eine Kruse-Flanke an die eigene Hand geköpft, von wo aus der Ball ins Tor ging. Schiri Welz hatte nix gesehen, sein Assi auch nicht, St. Pauli jubelte, „Song two“ dröhnte aus den Boxen.

Marius Ebbers netzt mit Hand und Kopf ein. Schiedsrichter Welz entschied zunächst auf Tor, nach Protesten gestand Ebbers aber sein Handspiel.
Marius Ebbers netzt mit Hand und Kopf ein. Schiedsrichter Welz entschied zunächst auf Tor, nach Protesten gestand Ebbers aber sein Handspiel.
 Foto: WITTERS

Der Siegtreffer? Mitnichten! Weil die Berliner wild protestierten, ging Welz zu Ebbers, befragte ihn, ob er den Ball mit der Hand gespielt habe. „Ich sagte, dass ich sowohl mit dem Kopf als auch mit der Hand dran war“, erklärte Ebbers. „Das Engelchen auf der Schulter hat sich durchgesetzt.“ Welz, der schon zur Mitte gezeigt hatte, nahm den Treffer zurück.

„Ich bin natürlich heilfroh, dass Fin noch das Ding macht“, gestand „Ebbe“. „Sonst hätte es geheißen, der kriegt den Fairplay-Preis, aber clever war das nicht.“ Die Regel, wonach der Schiri einen Spieler befragen kann, solle man abschaffen – was auch André Schubert glaubt. „In einer Situation, wo es um so viel geht, halte ich das für äußerst diskutabel. Aber zum Glück hat sich die Ehrlichkeit am Ende durchgesetzt.“

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