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St. Pauli: Lennart Thy: Das "Monster ist zurück"

Lennart Thy streckt seine Fühler wieder nach einem Stammplatz aus.
Lennart Thy streckt seine Fühler wieder nach einem Stammplatz aus.
 Foto: WITTERS

Als Michael Frontzeck am 3. Oktober 2012 zum FC St. Pauli kam, konnte Lennart Thy ihn noch nicht erschrecken: Die Folgen eines Außenbandanrisses im Knie hatten den unkaputtbar scheinenden Blondschopf vorübergehend lahmgelegt. Doch zu Beginn der Rückserie weiß auch der neue Coach, was er am 20-Jährigen hat.

Das „Monster“ ist wieder da! Torwart-Coach Mathias Hain hatte Thy diesen Spitznamen angesichts dessen überragender physischer Verfassung in der Sommervorbereitung verpasst. Nach langer Zwangspause und nicht enden wollender Regeneration im Anschluss an seine Blessur „ist Lenny jetzt wieder bei 100 Prozent“, stellte Frontzeck unlängst im Trainingslager in Belek beeindruckt fest. „Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen.“


Ein Sonderlob, dass der ehemalige Bremer aus der Zeitung erfuhr. „Das hat er mir gegenüber nicht gesagt, aber ich freue mich natürlich darüber“, erklärt Thy. „Es ist auch eine Anerkennung für meine Leistungen im Trainingslager.“ Nur die Nummer mit den 100 Prozent, die will der ehrgeizige Offensivmann so noch nicht stehen lassen: „Training ist die eine Sache. Aber bei 100 Prozent ist man erst, wenn man im regelmäßigen Spielbetrieb ist und Wochenende für Wochenende die volle Belastung hat. Darauf arbeite ich hin.“


Dabei wird es ihm gewiss nicht zum Nachteil gereichen, dass er variabel verwendbar ist. „Ich habe früher in der Jugend im Zentrum gespielt, aber jetzt auch häufig auf den Außenpositionen. Ich glaube, dass es ganz gut ist, wenn man flexibel ist und vorne auf zwei, drei Positionen eingesetzt werden kann“, sagt Thy und wird durch die Worte des Trainers bestätigt. „Ich habe ihn oft auf der Außenbahn spielen lassen, aber am wohlsten fühlt er sich in der Sturmmitte. Da ist er eine Alternative“, erklärt Frontzeck. Gut zu wissen angesichts der Tatsache, dass Torjäger Daniel Ginczek angeschlagen ist und zumindest eine Außenposition im Mittelfeld noch nicht fest vergeben scheint.


Wo Lennart Thy am Ende des Tages zum Einsatz kommt, „ist mir letztlich völlig egal“. Hauptsache, das „Monster“ darf endlich wieder regelmäßig Angst und Schrecken bei den anderen Zweitligisten verbreiten.

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