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St. Pauli gegen Cottbus: Neue Gegengerade, Zuschauerrekord – und drei Punkte?

Endlich wieder Fußball am Millerntor - und das vor einer Rekord-Kulisse! Auch Christopher Avevor freut sich drauf.
Endlich wieder Fußball am Millerntor - und das vor einer Rekord-Kulisse! Auch Christopher Avevor freut sich drauf.
Foto: WITTERS

An die Vergangenheit erinnert er sich mit gemischten Gefühlen, über die Zukunft mag er noch nicht nachdenken. Am liebsten spricht Christopher Avevor über die Gegenwart. Kein Wunder, hält die doch noch einen Berg an Arbeit für ihn bereit.


Denn die Partie am Sonntag gegen den FC Energie Cottbus (13.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) ist nicht nur Punktspiel-Start 2013 für ihn und den FC St. Pauli, sondern zugleich auch Auftakt einer Phase, die schon vorentscheidenden Charakter haben könnte. „Wir wollen ins gesicherte Mittelfeld, das wird schwer genug“, mahnt „Jackson“ mit Blick auf die ersten vier Partien des Jahres. Dreimal hat der Kiezklub Heimrecht (Cottbus, Köln, Frankfurt), auswärts wartet mit dem SV Sandhausen eine nehmbare Hürde. Doch die ist noch eine Woche hin, zurzeit dreht sich alles um Cottbus.


Das ist auch beim 20-jährigen Modellathleten so, der sich seines Platzes in der Startelf sicher sein kann. Die rechte Abwehrseite ist bei St. Pauli „Jacksonville“, und Touristen in fremden Trikots haben es schwer, sich der Bewachung durch den gebürtigen Kieler zu entziehen. Ob die Besucher am Sonntag Sanogo, Stiepermann oder Mosquera heißen, ist Avevor einigermaßen schnurz. „Mit Namen von Gegenspielern beschäftige ich mich nicht“, sagt der Mann, der beim misslungenen Hinspiel (0:2) sein St. Pauli-Debüt gab. „Das war relativ aufregend und hektisch. Ich war erst kurz hier, noch nicht bei 100 Prozent und wir hatten ziemlich viel Unordnung“, erinnert er sich und spricht von „Wiedergutmachung“.


Damit meint er mitnichten nur seine Person, sondern vielmehr die ganze Mannschaft. Diese Erwartungshaltung, der Druck des punkten Müssens, neue Tribüne, der neue Zuschauerrekord – „das Vollprogramm“, sagt Avevor grinsend. „Wir alle sind heiß, haben eine positive Anspannung.“ Und das unabhängig davon, dass einige Ausfälle drohen. „Wir sind eine gute Truppe und können einzelne Positionen ersetzen“, glaubt der U21-Nationalspieler.


Wie es mit der 96-Leihgabe ab Sommer weitergeht, ist weitaus unklarer. Avevor hat längst den Klub-Spirit adaptiert, fühlt sich pudelwohl, ist aber von Entscheidungen aus Hannover abhängig. Keine einfache Situation für einen jungen Menschen, doch damit weiß er umzugehen. „Das nimmt man in Kauf, wenn man sich den Traum vom Profi-Dasein erfüllt“, sagt er nüchtern. „Und die Lage war ja von vornherein klar, als ich hierhergekommen bin.“

So will der FC St. Pauli spielen: Tschauner - Avevor, Mohr, Thorandt, Schachten - Funk, Daube - Gogia, Buchtmann, Bartels - Ginczek

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