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Kein Stangentanz am Millerntor: Der Strip-Chef: „St. Pauli verliert eine Attraktion”

Bald haben sie ausgetanzt! Die Mädels von „Susis Showbar“ in der Loge am Millerntor.
Bald haben sie ausgetanzt! Die Mädels von „Susis Showbar“ in der Loge am Millerntor.
 Foto: inside-picture

Der FC St. Pauli hat abgestimmt. Im Millerntor-Séparée von „Susis Showbar“ darf keine nackte Haut mehr gezeigt werden. Für viele Mitglieder des Kiezklubs ist der Stangentanz leicht bekleideter Frauen zu sexistisch. Der am Saisonende auslaufende Vertrag soll deshalb nicht verlängert werden.

Heinz Ritsch ist zusammen mit Ehefrau und Namensgeberin Susi seit 30 Jahren Chef des Strip-Lokals „Susis Showbar“.
Heinz Ritsch ist zusammen mit Ehefrau und Namensgeberin Susi seit 30 Jahren Chef des Strip-Lokals „Susis Showbar“.
 Foto: RUEGA


Heinz Ritsch ist zusammen mit Ehefrau und Namensgeberin Susi seit 30 Jahren Chef des Strip-Lokals „Susis Showbar“ (Große Freiheit). Vor eineinhalb Jahren hat er mit Geschäftspartnern die Loge gemietet. Der 62-jährige Unternehmer nimmt das Verbot gelassen: „Wenn wir nicht mehr zu St. Pauli passen, nicht mehr erwünscht sind, ist es halt so. Ich bin ja nicht wegen Bettelei vorbestraft.“ Dann sagt er lachend: „Die haben nicht uns bestraft, sondern sich selbst. Denn sie können jetzt nicht mehr kommen.“


Selbst einige Präsidiums- und Aufsichtsrats-Mitglieder sollen sich bei ihm im Séparée gern sehen lassen und durchaus wohlgefühlt haben: „Es waren so viele Gäste aus dem eigenen Verein bei uns, es war stets rappelvoll. Zudem gibt es kaum einen gegnerischen Verein, dessen Funktionäre oder auch mal Spieler nicht zu uns geführt worden wären. Alle waren begeistert, keiner hat sich gestört gefühlt.“


Den Sexismus-Vorwurf akzeptiert er nicht: „Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht sexistisch bin. Unsere Mädchen tun das freiwillig, werden gut behandelt und haben sogar Spaß am Job. Manche Menschen mögen es bunt – wie ich. Manche mögen es halt lieber grau ...“


Was Ritsch gar nicht witzig findet, sind die Attacken und Drohungen, die es im Zuge der Diskussion um „Susis Showbar“ im Internet gegeben hat: „Ich bin seit 1978 im Stadion und erschrocken, wie paramilitärisch einige Fans geworden sind. Für die ist Fußball uninteressant. Die haben ihre Gesinnung – und wehe, jemand hat eine andere.“ Ob’s am Sonntag gegen Dresden einen Strip gibt, weiß Ritsch noch nicht: „Bislang hat sich keiner vom Verein bei mir gemeldet.“

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