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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 14.4.2012

Kampf um Platz 3: St. Pauli träumt weiter von der Bundesliga

Von Buttje Rosenfeld
Fin Bartels Fin Bartels (vorne) behauptet sich im Zweikampf mit Stephan Fürstner.
Fin Bartels Fin Bartels (vorne) behauptet sich im Zweikampf mit Stephan Fürstner.
Foto: Bongarts/Getty Images

Als die Profis des FC St. Pauli am Sonnabend um kurz vor sechs Uhr, nach nur vier Stunden Schlaf, auf dem Nürnberger Airport für den Rückflug eincheckten, sahen sie naturgemäß müde aus. Aber alles andere als deprimiert. Denn trotz des 1:2 bei Spitzenreiter und So-Gut-Wie-Sicher-Aufsteiger Fürth haben die Kiezkicker noch Hoffnung auf Platz drei, den momentan Fortuna Düsseldorf innehat.

Am Montag könnten die Rheinländer durch einen Sieg in Dresden auf vier Punkte davonziehen. Selbst wenn das passieren sollte, bleibt Philipp Tschauner optimistisch. Der Keeper sagte bereits kurz nach dem Abpfiff in der „Trolli Arena“: „Es kann noch so viel passieren. Die Entscheidung fällt erst am letzten Spieltag. Düsseldorf muss ja auch noch hier in Fürth antreten.“

Auch Fin Bartels denkt positiv: „Ich möchte mit St. Pauli in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen. Dieser Traum lebt weiter.“ Und Kapitän Fabio Morena, der das St. Pauli-Schiff nach einer sehr ansprechenden Vorstellung wegen einer Oberschenkelverletzung nach 67 Minuten verlassen musste, sieht ebenfalls keinen Grund für Depressionen: „Wir haben es jetzt nicht mehr in der eigenen Hand. Aber wir müssen auf uns schauen und versuchen aus den restlichen drei Spielen neun Punkte zu holen. Ob das dann reicht, wird man sehen.“

Einig sind sich alle St. Paulianer darüber, dass die Niederlage in Fürth verdient war, die Greuther in jeder Beziehung mehr zu bieten hatten. Am Anfang hatte es so ausgesehen, als ob die Grün-Weißen die Hamburger in Grund und Boden spielen würden. Davon zeigte sich Morena stark beeindruckt und blickte wehmütig zurück auf das 4:1 im Aufstiegsspiel vor zwei Jahren an der selben Stelle: „Die sind heute so selbstbewusst aufgetreten wie wir damals.“

Für Trainer André Schubert spielte aber nicht nur die Psyche eine entscheidende Rolle: „Die Fürther waren spritziger, robuster in den Zweikämpfen. Zudem haben wir Sararer auf unserer rechten Abwehrseite nicht in den Griff bekommen. Und: Wir haben uns zu wenige klare Torchancen erspielt, im Strafraum keine Abnehmer gefunden.“

Einmal allerdings doch. Da tauchte Dennis Daube plötzlich frei vorm Tor auf, legte prima auf für Deniz Naki. Doch der zögerte zu lange, scheiterte aus kurzer Distanz am Greuther Keeper Grün. Coach Schubert: „Das zeigt auch den Qualitäts-Unterschied zu Fürth.“ Wie gut, dass die Hauptkonkurrent um Platz drei „nur“ Düsseldorf und Paderborn sind ...

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