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Kampf um Platz 3: Gegen Hansa zählt für St. Pauli nur ein Sieg

Artistisch: Mahir Saglik im Hinspiel gegen Rostock.
Artistisch: Mahir Saglik im Hinspiel gegen Rostock.
Foto: WITTERS

Noch drei Spiele. Noch 270 Minuten. Jede Sekunde zählt, jeder Punkt sowieso. An diesem Sonntag in zwei Wochen ist die Zweitliga-Saison 2011/12 Geschichte. An diesem Sonntag in zwei Wochen will der FC St. Pauli auf Rang drei stehen. Die Zeit läuft.


Mit einem Sieg gegen Hansa Rostock (13.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) soll der Endspurt eingeleitet werden. „Wenn wir alle drei noch ausstehenden Partien gewinnen, werden wir in einer guten Situation sein“, mutmaßt Coach André Schubert, der gesteht: „Es ist uns bewusst, dass es gegen Rostock ein besonderes Spiel wird.“


Über die nicht-sportlichen Rahmenbedingungen ist alles gesagt, doch damit wollen sich die Profis nicht auseinandersetzen müssen. Denn die Brisanz liegt für sie vor allem auf dem Platz. „Hansa ist genauso zum Siegen verdammt wie wir“, weiß Fabian Boll, der nach zweiwöchiger Zwangspause wieder ins Team zurückkehren wird. Während St. Pauli noch auf die Erstliga-Rückkehr hofft, droht Rostock der erneute Absturz in die 3. Liga. Mindestens. Denn aufgrund der finanziellen Situation an der Ostsee – der Klub ist bis über beide Ohren verschuldet – könnte es mit dem Fahrstuhl noch ein paar Etagen tiefer gehen.


Ein Randaspekt, jedenfalls für die Hamburger. „Wir wollen auch nach dem Abpfiff noch eine Rolle spielen“, sagt Schubert, „und nicht für die letzten Wochen zum Zuschauen verdammt sein.“ Heißt im Klartext: Nur ein Sieg – egal, wie er zustande kommt – zählt. Zumal es ein Sonntag der Weichenstellung werden kann. Der aktuelle Tabellendritte aus Paderborn muss beim KSC ran, der analog zu Rostock um die Existenz kämpft. Und Fortuna Düsseldorf hat mit Union Berlin den von der Papierform her stärksten Kontrahenten vor der Brust. Möglich, dass die Konkurrenz Federn lässt.


Wie schon so oft in der Rückrunde. „Alle, die da jetzt noch oben stehen, haben eine überragende Hinrunde gespielt, das Niveau aber nicht halten können“, sagt Schubert und findet dies „nicht unnormal“. Das trifft auch auf seine Schützlinge zu, die zuletzt beim inzwischen feststehenden Aufsteiger in Fürth mit 1:2 verloren haben. „Aber ich fand das Spiel alles andere als schlecht, kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen“, erklärt der Trainer. „Wir haben uns dort sehr, sehr gut verkauft. Und wir werden uns ganz sicher nicht schlechter machen, als wir sind.“ Im Gegenteil. Mit breiter Brust soll es vor heimischer Kulisse zur Sache gehen, „denn wenn wir Rostock schlagen, ist alles drin“, weiß Fin Bartels. Zum Beispiel Tabellenplatz drei in zwei Wochen.

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