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FC St. Pauli: Himmelmann bekommt Vertrag, Kringe trainiert mit

Zwei neue Gesichter beim St. Pauli-Training: Akaki „Andy“ Gogia (l.) hat schon einen Vertrag, Florian Kringe (r.) könnte vielleicht bald einen kriegen.
Zwei neue Gesichter beim St. Pauli-Training: Akaki „Andy“ Gogia (l.) hat schon einen Vertrag, Florian Kringe (r.) könnte vielleicht bald einen kriegen.
Foto: Boehmer

Fix was los beim FC St. Pauli: Wolfsburgs Mittelfeld-Techniker Akaki Gogia (20) unterschrieb einen Leihvertrag bis 2013, trainierte das erste Mal mit und kam gleich auf das neue Mannschaftsfoto. Total verrückt: Vielleicht kommt auch noch ein Deutscher Meister – Dortmunds Florian Kringe (29) mischt seit Mittwoch als Gast mit.


Gogia hat es Sportchef Rachid Azzouzi angetan: „Der Junge hat Entwicklungspotenzial. Wenn er hart an sich arbeitet, werden wir viel Freude an ihm haben.“ Einer Kaufoption, die er angestrebt hatte, stimmte Wolfsburgs Trainer Felix Magath nicht zu – wohl aus Angst, Gogia könnte wie eine Bombe einschlagen.


Coach André Schubert schwärmt: „Er kommt über die Flügel und sucht die 1:1-Situationen. Das ist wichtig, wenn ein Gegner eng und tief steht.“ Was der Fußball-Lehrer im Speziellen schätzt: „Er ist ein guter Dribbler, hat eine gute Technik und ist schnell auf den Beinen.“ Davon konnte man sich bei Gogias erstem Auftritt an der Kollaustraße überzeugen.


Dort tauchte völlig unerwartet ein aktueller Deutscher Meister und Pokalsieger auf: Dortmunds Florian Kringe in St. Pauli-Klamotten – wie das? Die Erklärung: Der Mittelfeldspieler wurde von der Borussia im Mai verabschiedet, erhielt keinen neuen Vertrag mehr. Weil er sich fit halten wollte, sorgte St. Pauli-Stürmer Marius Ebbers dafür, dass er mit den Braun-Weißen trainieren darf. „Ebbe“ und Kringe sind seit gemeinsamen Kölner Zeiten befreundet.


„Mal sehen, was sich daraus entwickelt“, sagte Azzouzi. Schubert schließt eine Verpflichtung ebenfalls nicht aus: „Er ist ein vielseitiger Spieler und ein guter Fußballer.“ Kringe, der in Dortmund nach zwei Mittelfußbrüchen zuletzt kaum gespielt hat, sagt: „Ich bin seit einem Jahr wieder gesund und könnte mir vorstellen, in der 2. Liga zu spielen. Es geht mir nicht ums Geld. Ich habe wieder Bock auf’s Kicken, will Spaß haben.“ Vielleicht geht da ja was...


Test-Torwart Robin Himmelmann hat derweil einen Einjahresvertrag mit einer Option für ein weiteres Jahr unterzeichnet. Der 23-Jährige, der die Rückennummer 30 erhalten wird, stand zuletzt bei der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 unter Vertrag. Azzouzi: „Robin hat uns in den Testspielen und im Training überzeugt. Er hat eine gute Ausbildung genossen, das sieht man. Er ist nicht nur ein guter Torwart, sondern auch ein richtig guter Fußballer.“

Himmelmann: „Ich freue mich, dass ich hier sein kann. Man hört immer sehr viel über den Verein und für mich ist es sehr schön, dass ich hier unterschreiben kann und das St. Pauli-Gefühl erleben darf. Ich habe mit Philipp Tschauner und Benedikt Pliquett erfahrene Torhüter an meiner Seite, von denen ich viel lernen will.

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