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Er rechnete mit Aus: Das sagt der alte, neue Trainer

André Schubert hat gut Lachen auf der Pressekonferenz: Er ist und bleibt Trainer des FC St. Pauli.
André Schubert hat gut Lachen auf der Pressekonferenz: Er ist und bleibt Trainer des FC St. Pauli.
Foto: dpa

Er kam, um zu gehen – und er ging, um zu bleiben ... Als André Schubert gestern Morgen um kurz vor zehn Uhr ins Stadion zum Präsidium fuhr, um mit den Funktionären in die Saison-Analyse zu gehen, glaubte er selbst an das vorzeitige Ende seines Vertrages.


Auf der Pressekonferenz in der Haupttribüne präsentierte sich der 40-Jährige den Medienvertretern ob der sensationellen Wende zum Einstieg mit einem schelmischen, leicht triumphierenden Lächeln: „Damit habt ihr jetzt nicht gerechnet, häh ...“
Er selbst allerdings auch nicht. Auf die Frage, ob er von seiner Entlassung ausgegangen sei, antwortete er: „Ich bin in das Analyse-Gespräch gegangen mit dem Gefühl: Da kann ja nicht mehr so viel kommen.“ Und: „Die Situation der letzten Tage ließ in mir dieses Gefühl aufkommen.“


Verständlich, dass sich Schubert quasi beim Präsidium für das neue Vertrauen bedankte: „Jetzt kenne ich das echte St. Pauli-Gefühl auch – wenn man trotz stürmischer und hektischer Zeiten zusammensteht.“
Zuletzt gestand Schubert mehrfach eigene Defizite im zwischenmenschlichen Bereich. Auch gestern gelobte der oft polterige Fußballlehrer („Ich bin ein emotionaler Typ“) Besserung: „Ich erwarte von meinen Spielern ja auch eine kritische Auseinandersetzung mit sich, damit sie sich weiterentwickeln können. Das Gleiche gilt natürlich auch für mich. Ich bin überzeugt, dass wir eine richtig gute Basis gefunden haben.“


Gegen Paderborn wunderten sich die Leute auf der St. Pauli-Bank, warum Schubert vorm Anpfiff und in der Pause – anders als sonst – mit ihnen kumpelhaft abklatschte. Nach dem Abpfiff herzte er alle Spieler. Allerdings „drohte“ der Coach gestern auch: „Verbiegen lasse ich mich nicht.“ Mal sehen, was er damit meint.

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