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Auch Ebbers und Bruns gehen: FC St. Pauli: Zeit für neue Kiez-Ikonen

Ersatztorwart und St.-Pauli-Urgestein Benedikt Pliquett (o.) mit drei Spielern, die durchaus das Zeug haben, in den nächsten Jahren zu Identifikationsfiguren des Klubs heranzureifen: Christopher Buchtmann, Christopher Avevor und Patrick Funk (v.l.).
Ersatztorwart und St.-Pauli-Urgestein Benedikt Pliquett (o.) mit drei Spielern, die durchaus das Zeug haben, in den nächsten Jahren zu Identifikationsfiguren des Klubs heranzureifen: Christopher Buchtmann, Christopher Avevor und Patrick Funk (v.l.).
Foto: Witters

Die Entwicklung eines Fußballprofis zur Identifikationsfigur ist ein langer Prozess. Nicht in jeder Saison bringt ein Klub neue Ikonen hervor, und manchmal stirbt sogar eine ganze Generation an Vorzeigefiguren langsam aus. So wie derzeit beim FC St. Pauli. Das ist traurig, bietet aber auch eine neue Chance.

Am Dienstag wurde eine weitere Trennung bekanntgegeben, Florian Bruns verlässt den Millerntorklub im Sommer nach sieben Jahren. „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich gern geblieben wäre. Hamburg ist mein Zuhause geworden.“, sagte der 33-Jährige. Wie bei Marius Ebbers, der ebenfalls keinen neuen Vertrag erhält, waren die Reaktionen voller Herzblut, viele Fans bedauern den Verlust „echter“ St. Paulianer.

Florian Bruns verlässt den FC St. Pauli am Saisonende.
Florian Bruns verlässt den FC St. Pauli am Saisonende.
Foto: WITTERS

Bruns und Ebbers reihen sich ein in eine Liste von Namen, die Spuren hinterlassen haben. Florian Lechner und Marcel Eger mussten nach dem Bundesliga-Abstieg 2011 den Spind am Millerntor räumen, vor einem Jahr packte Ralph Gunesch seine Sachen, Fabio Morena und Carsten Rothenbach folgten im vergangenen Sommer. Spieler, die dem Verein ein Gesicht gaben, die das Lebensgefühl, die Fankultur, den Stadtteil lebten.

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Doch ein Ende ist immer auch ein Neuanfang. Neben bewährten Persönlichkeiten wie Fabian Boll oder Benedikt Pliquett beinhaltet das aktuelle Aufgebot junge Spieler, die Herz und Hirn am rechten Fleck tragen. „Viele der Jungs versprühen eine hohe Sozialkompetenz“, sagt Teammanager Christian Bönig und führt ein Beispiel an: „Als wir unsere alljährliche Bedürftigenspeisung im Stadion hatten, brauchte ich aus der Mannschaft zwei, drei Freiwillige, die dort helfen sollten. Ich hatte die Frage kaum ausformuliert, da hatten sich schon acht Jungs gemeldet.“

Marius Ebbers beendet im Sommer seine Zeit beim FC St. Pauli.
Marius Ebbers beendet im Sommer seine Zeit beim FC St. Pauli.
Foto: WITTERS

In solchen Zusammenhängen fallen immer wieder dieselben Namen. Patrick Funk, Christopher Avevor, Daniel Ginczek, Christopher Buchtmann, Philipp Tschauner oder Joseph-Claude Gyau zählen meist zu denen, „bei denen man angesichts solcher Termine nicht betteln muss“, erklärt Bönig. „Die haben einfach Bock darauf.“

Die genannten Spieler sind nicht die einzigen in einer Mannschaft, in der die Werte des FC wieder an Bedeutung gewonnen haben. Und die vielleicht gerade die nächste Generation „echter“ St. Paulianer hervorbringt. Zumal sie in den Assistenztrainern Timo Schultz, Thomas Meggle und Mathias Hain die richtigen Lehrmeister tagtäglich um sich haben.

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