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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 8.8.2012

Alter Paulianer vs. neuer Paulianer : Kringe und Gunesch: Beim Gänsehaut-Spiel treffen sie aufeinander

Von Buttje Rosenfeld

Die Anstoßzeit ist schon einmal erstklassig: Die Partie zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Ingolstadt wird am Sonnabend Bundesliga-like um 15. 30 Uhr angepfiffen. Beide Klubs werden als Mit-Favoriten um den Aufstieg gehandelt. Für zwei Spieler ist es eine emotionale Premiere. Der eine kickt das erste Mal am Millerntor, der andere kommt zum ersten Mal als Gegner.

Neuzugang Florian Kringe. Er fühlt sich beim Kiezklub  wohl.
Neuzugang Florian Kringe. Er fühlt sich beim Kiezklub wohl.
Foto: Witters

Florian Kringe - Der neue St. Paulianer

Der frühere Dortmunder ist angespannt, freut sich auf die Hymne „Hells Bells“

Nach dem 0:0 zum Saison-Auftakt in Aue das erste Mal vor eigenem Publikum – St. Paulis Heimspiel gegen den FC Ingolstadt zieht nicht nur die Fans in seinen Bann. Für Florian Kringe ist es eine Doppel-Premiere: Er kickt das allererste Mal in Braun-Weiß am Millerntor um Punkte – und das lässt selbst einen Routinier wie ihn nicht kalt.

Als früherer Profi von Meister Borussia Dortmund ist er aus der Bundesliga ganz andere Rahmenbedingungen gewohnt. Da hat der 29-jährige Allrounder im „Signal-Iduna-Park“ schon vor über 80000 Zuschauern gespielt, von denen allein 25000 die legendäre „Gelbe Wand“ auf der Südtribüne, auf der es ausschließlich Stehplätze gibt, bilden. Eine größere Kulisse gibt’s in Fußball-Deutschland nicht.

Übermorgen werden es vielleicht nur 16000 Fans sein. Der Kiezklub bemüht sich noch um 3000 weitere (Steh-) Plätze auf der Gegengeraden-Baustelle. Die Entscheidung fällt morgen. Aber auch diese vergleichsweise geringen Zahlen lassen Kringes Herz höherschlagen: „Ich bin schon ein wenig angespannt. Aber es ist mehr Vorfreude als Nervosität. Zum ersten Mal am Millerntor bei Hells Bells einzulaufen, das ist schon etwas Besonderes. Ich werde bestimmt Gänsehaut haben. Gegen Aberdeen haben wir ja schon einen kleinen Vorgeschmack bekommen.“

Nach der Nullnummer im Erzgebirge wollen die Kiezkicker eine Schippe drauflegen. Kringe: „In Ansätzen ist das Spiel in Aue positiv zu bewerten. Es ist aber in jeder Hinsicht noch Luft nach oben. Das gilt auch für mich.“ Denn sein Anspruch ist ein hoher: „Wir müssen in engen Situationen noch ruhiger werden. Gegen Ingolstadt hoffe ich, wenn ich zum Einsatz kommen sollte, dass ich auch mehr Offensivsituationen haben werde.“

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