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Alle Spiele parallel!: Sonntag: St. Paulis heißer Dreikampf um Platz 3

Deniz Naki und St. Pauli glauben noch an Platz 3.
Deniz Naki und St. Pauli glauben noch an Platz 3.
Foto: WITTERS

Ach ja, Fußball war ja auch noch ... Von den Randereignissen des Rostock-Spiels leider völlig in den Hintergrund gedrängt, geht’s für die Mannschaft des FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.DE) aus sportlicher Warte um eine ganze Menge. Es könnte der Sonntag der Weichenstellungen werden.


Erst ab der kommenden Woche werden alle Zweitliga-Partien aus Wettbewerbsgründen zeitgleich angepfiffen. Doch der Zufall will es so, dass die drei Klubs, die sich um Platz drei streiten, bereits am 31. Spieltag parallel zu Werke gehen werden. Und es scheint zumindest nicht ausgeschlossen, dass sich die Hamburger in eine hervorragende Ausgangsposition manövrieren.


Von der Papierform her hat der Kiezklub die leichteste Aufgabe vor der Brust. Heimspiel gegen den Vorletzten Hansa, der zuletzt 0:5 gegen den FSV Frankfurt verlor und dem im Abstiegsfall aus Finanzgründen der Sturz ins fußballerische Nirwana droht – wer eine solche Partie nicht gewinnt, hätte sich mit Erstliga-Ansprüchen auch dezent überfrachtet. Mit einem Dreier indes könnte St. Pauli auf Rang drei springen, denn die Konkurrenz hat hohe Hürden zu nehmen.


Die angeknockte Düsseldorfer Fortuna hat mit Union Berlin den sportlich gewiss stärksten Kontrahenten. Paderborn wird es in Karlsruhe mit Existenzkampf pur zu tun bekommen – alles andere als ein Selbstgänger.

„Jeder muss in den Kopf bekommen, dass wir wahnsinnig viel zu gewinnen haben“, meinte Coach André Schubert und forderte „Herz und Leidenschaft. Jeder muss sich voll auf das konzentrieren, was er macht, bis zur letzten Sekunde alles geben und sich durch nichts ablenken lassen – dann kann man es packen“. Am Sonntag gegen 15.20 Uhr ist nicht nur er schlauer.

Zum Boykott der Ultras sagt Schubert: „Mein Wunsch ist natürlich, dass das Stadion voll wird. Die Zuschauer, die da sind, sollen die Mannschaft nach vorne peitschen.“ Sein Gegenüber Wolfgang Wolf hofft nach zuletzt neun Punkten aus vier Spielen auf einen furiosen Endspurt seines Hansa-Teams: „Die Mannschaft wird sich am Sonntag für die Fans, die nicht im Block stehen, zerreißen.“

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