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2:2 in Wolfsburg: Bitter, St. Pauli! Der Sieg war so nah

Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander. Gerald Asamoah kann den späten Ausgleich nicht fassen.
Freud und Leid liegen manchmal so nah beieinander. Gerald Asamoah kann den späten Ausgleich nicht fassen.
Foto: dpa

Die Niederlagenserie ist gestoppt - und doch kann sich St. Pauli nicht richtig freuen. Bis zur 89. Minute führte St. Pauli mehr als verdient mit 2:1, dann kamen schwache Wolfsburger noch zum glücklichen Ausgleich. Benoten Sie hier die Kiezkicker!

Von Beginn an war St. Pauli die bessere Mannschaft. Die Wolfsburger traten verunsichert auf, die Kiezkicker gingen bissiger und offensiver ins Spiel. Wolfsburg wackelte, St. Pauli kam zu Großchancen. Charles Takyi setzte den Ball aus drei Metern am leeren Tor vorbei, kurz danach traf Gerald Asamoah das Leder nach Vorlage von Takyi im Strafraum nicht richtig, Ralph Gunesch schlenzte den Ball über den Winkel. Auf der anderen Seite hatte St. Pauli Glück, dass Diego nicht zur Führung, sondern nur den Pfosten traf und Marcel Eger gemeinsam mit Thomas Kessler verhindern können, dass Grafite abstaubt.

Da jubelten die Kiezkicker noch. Kurz nach seiner Einwechslung traf Deniz Naki zum 1:1.
Da jubelten die Kiezkicker noch. Kurz nach seiner Einwechslung traf Deniz Naki zum 1:1.
Foto: dpa

Zwölf zu zwei Torschüsse in der ersten Halbzeit sprechen eigentlich Bände. Und trotzdem gingen die Wolfsburger mit einem 1:0 in die Pause. Wie aus dem Nichts kamen die Gastgeber zur schmeichelhaften Führung. In der 39. kam ein langer Ball durch - Mario Mandzukic stand frei vor Kessler und lies dem Keeper von der Strafraumgrenze aus keine Chance. Tragisch dabei: Der Treffer hätte nicht zählen dürfen! Diego verlängerte den Ball mit dem Ellenbogen und Mandzukic stand dadurch im Abseits. Allerdings schwer zu sehen für das Schiedsrichtergespann - Weder Handspiel noch die daraus resultierende Abseitsstellung waren leicht zu erkennen.

Die zweite Halbzeit begann dann wie die erste aufhörte - Mit einem stärkeren FC St. Pauli, der in der 61. Minute endlich durch den kurz zuvor eingewechselten Deniz Naki zum mehr als verdienten 1:1 kam! Als dann auch noch Matthias Lehmann nach einem starken Pass von ebenfalls eingewechselten Dennis Daube zur 2:1 Führung einschob, gab es auf Seiten der Kiezkickern und den mitgereisten Anhängern kein Halten mehr. Noch 13 Minuten waren zu spielen und Wolfsburg schien nicht in der Lage zu sein, noch einmal ins Spiel zu kommen. Der erste Sieg nach sieben Pleiten in Folge war zum Greifen nah.

Kurz vor Abpfiff musste der braun-weiße Jubel dann doch trister Enttäuschung Platz machen. Jan Polak köpfte nach einer Ecke zum glücklichen Ausgleich ein und die Wölfe verhindern so, dass St. Pauli an ihnen in der Tabelle vorbeiziehen kann.

Mehr als bitter für St. Pauli. Drei Punkte wären ungemein wichtig gewesen - zwei davon kurz vor Schluss noch zu verlieren ist einfach nur hart - So ging der Abstiegskrimi ohne Sieger zu Ende, während Stuttgart auswärts in Köln mit 3:1 gewinnen kann und St. Pauli somit bereits vier Punkte Rückstand auf Platz 15 hat.

Der verkündete Abschied von Trainer Holger Stanislawski zum Saisonende scheint die Mannschaft noch einmal zusätzlich motiviert zu habe. "Es gibt zwei Möglichkeiten, warum meine Mannschaft so gut gespielt hat, entweder sie wollten sich bei mir bedanken oder sie sind froh, dass ich gehe", scherzte Stani nach dem Spiel ."Wir haben die notwendige Klasse und die Qualität, die Liga zu halten. Das war eine sehr gut Leistung, die wollen wir auch in den letzten vier Spielen zeigen."

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